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Aus der Stadt Stadt will mehr Fahrradabstellplätze schaffen
Hannover Aus der Stadt Stadt will mehr Fahrradabstellplätze schaffen
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20:40 11.06.2015
Von Bernd Haase
Im Fahrradparkhaus an der Rundestraße sind derzeit alle Plätze vergeben.
Im Fahrradparkhaus an der Rundestraße sind derzeit alle Plätze vergeben. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Insgesamt gibt es nach Angaben der Stadt 2500 Stellplätze im Bereich des Bahnhofs. 800 davon befinden sich in den beiden Fahrradparkhäusern im Tunnel an der Bahnunterführung Fernroder Straße sowie an der Rundestraße. „Die Stellplätze sind vor allem durch Dauernutzer ausgelastet“, sagt Mark Meißner vom Betreiber, der Suchthilfeorganisation Step. Pendler, die mit der Bahn anreisen, stellen Räder abends ein und holen sie morgens wieder ab, um tagsüber in der Stadt mobil zu sein. „Wenn wir nicht etwa 80 Plätze für Tageskartenkäufer freihalten würden, wären auch die sofort dauerhaft reserviert“, sagt Meißner. Stellplätze an den Bügeln in diesem Bereich sind ebenfalls rar – unter anderem., weil viele von ihnen durch Schrotträder blockiert werden.

Meißner und Hannover Tiefbauamtsleiter Andreas Bode plädieren dafür, im Fahrradparkhaus Rundestraße eine zusätzliche Abstellebene mit rund 300 Plätzen einzuziehen. Groß umgebaut werden müsste dafür nicht, weil die Räume hoch genug sind. „Wir haben dafür aber noch kein Geld im Haushalt“, sagt Bode. Parallel verhandelt die Stadt schon seit längerem mit allen Betreibern der Autoparkhäuser. Diese sind häufig nicht ausgelastet. Das Problem: „Wenn man dort auch Flächen für Fahrräder einrichten will, braucht man eine separate Zufahrt“, sagt Stadtsprecher Alexis Demos. Aus diesem Grund scheidet beispielsweise das noch relativ nah am Bahnhof gelegene Parkhaus Mehlstraße aus.

Konkreter sind die Verhandlungen mit der städtischen Tochter Union-Boden über Kapazitäten im Parkhaus Osterstraße, wo es eine solche Zufahrt gibt. Das liegt zwar weiter von der Fußgängerzone entfernt, kann aber über den neu ausgewiesenen City-Radring angefahren werden.

Ein Preis für die Stadt?    

Hannover will den Wettbewerb „Fahrradfreundlichste Kommune Niedersachsens“ gewinnen, den das Verkehrsministerium ausgelobt hat. Weil sie in die engere Wahl gekommen ist, begrüßte Baudezernent Uwe Bodemann am Donnerstag eine Jury, die eine Tour im Citybereich unternahm – natürlich mit dem Fahrrad.

Rund 5000 Stellplätze für Räder gibt es rund um den Hauptbahnhof - 800 davon in zwei Parkhäusern. Und die sind sehr beliebt: Die Plätze sind von Dauerparkern komplett ausgebucht. Weil sich Hannover um den Titel als fahrradfreundlichste Kommune bewirbt, war nun eine Jury aus Radspezialisten am Bahnhof unterwegs. Darunter auch: Andreas Bode, Fachbereichsleiter Tiefbau bei der Stadt.

Der Wettbewerb, der mit 25.000 Euro Preisgeld für den Sieger dotiert ist, hat in diesem Jahr „Fahrrad und Beruf“ als Schwerpunktthema. Es geht um Inititativen und Projekte, die Pendlern die Wahl des Rades als Verkehrsmittel schmackhaft machen. Die Jury sah sich unter anderem die Fahrradparkhäuser samt Fahrradwaschanlage am Bahnhof, den City-Radring, die Fahrradstraße in der Langen Laube und vorbildliche Abstellanlagen städtischer Einrichtungen wie dem Fachbereich Soziales an.     

Rüdiger Meise 14.06.2015
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