Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Hannover wird „Hauptstadt des Protestantismus“
Hannover Aus der Stadt Hannover wird „Hauptstadt des Protestantismus“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 10.01.2014
Von Veronika Thomas
Mit einem Festgottesdienst am kommenden Sonntag, 12. Januar, um 10 Uhr in der Evangelisch-reformierten Kirche, Lavesallee 4, soll die Weltgemeinschaft offiziell begrüßt werden. Quelle: Gerda Valentin
Hannover

Anfang Januar haben Setri Nyomi, Generalsekretär der Weltgemeinschaft, und sechs Mitarbeiter die neuen Räume im „Calvin Zentrum“ in der Knochenhauer Straße 42 bezogen.

Mit einem Festgottesdienst am kommenden Sonntag, 12. Januar, um 10 Uhr in der Evangelisch-reformierten Kirche, Lavesallee 4, soll die Weltgemeinschaft offiziell begrüßt werden. Die Predigt hält der Präsident der WGRK, Jerry Pillay aus Südafrika. Zu den Rednern zählen die niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, Oberbürgermeister Stefan Schostok und der Generalsekretär des Weltrates der Kirchen, Olaf Fyske Tveit.

Der Umzug von Genf an die Leine hat nicht nur mit der verkehrstechnisch guten Lage Hannovers zu tun, sondern auch mit den im internationalen Vergleich insgesamt moderaten Kosten für Miete und Ähnliches. Hauptgrund für den Umzug aber waren die hohen Wechselkurse, mit denen die Weltgemeinschaft am alten Sitz in Genf zunehmend zu kämpfen hatte. Da der größte Teil der Mitgliedsbeiträge in Euro oder US-Dollar aus den Mitgliedsländern in der Schweiz einging, waren durch Kursverluste gegenüber dem starken Franken pro Jahr mehrere zehntausend Euro verloren gegangen – bei einem jährlichen Gesamtetat von gerade einmal 1,4 Millionen Euro.

Höchste Stellen hatten sich 2012 für den Umzug der WGRK nach Hannover starkgemacht, darunter David McAllister, damals Ministerpräsident, und Stephan Weil, damals noch Hannovers OB. Die WGRK selbst hatte zuvor noch Johannesburg in Südafrika und das niederländische Utrecht als Weltsitz ins Auge gefasst, sich dann aber für Hannover entschieden. Der Umzug der Weltgemeinschaft an die Leine, wo bereits die EKD mit ihren zahlreichen Kirchen deutschlandweit 24 Millionen Protestanten vertritt, macht Hannover jetzt gewissermaßen zur Hauptstadt des Protestantismus.

Die Reformierten, ein internationaler Dachverband von weltweit 227 reformierten und unierten Kirchen, bilden neben den Lutheranern eine der großen Konfessionen innerhalb des Protestantismus, die auf die Reformation der christlichen Kirche im 16. Jahrhundert zurückgehen. Sie berufen sich auf die Reformatoren Ulrich Zwingli (Zürich) und Johannes Calvin (Genf). Deutschlandweit sind rund zwei Millionen Reformierte unter den 24 Millionen EKD-Mitgliedern. Sie gehören vor allem der Evangelisch-reformierten Kirche mit Sitz in Leer und der lippischen Landeskirche an. Der Reformierte Bund, der seinen Sitz ebenfalls in der Knochenhauer Straße hat, ist der Zusammenschluss der Reformierten in Deutschland. Als Dachverband vereint er bundesweit rund 430 Gemeinden, Synoden und Kirchen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Edeka-Laden in der Lister Meile 42 hat die jährlichen Stromkosten von 53.000 auf 21 000 Euro mehr als halbiert. Die Abwärme der Kühlgeräte heizt im Winter den kompletten Laden. Andere Unternehmen sollen folgen.

Conrad von Meding 07.01.2014
Hannover 96 Benefizturnier für verunglückten Ex-96er - Stars kicken für Hakan Bicici

Das Deutsch-Türkische Netzwerk (DTN) organisiert ein Hallenturnier für den im Wachkoma liegenden Ex-96-Spielmacher Hakan Bicici. Das Teilnehmerfeld ist hochkarätig besetzt. Unter anderem dabei: Der ehemalige 96-Profi Fabian Ernst und Doris Schröder-Köpf.

07.01.2014
Kultur Helmi und Schauspiel - ¡Hasta la vista, Puppe!

Hollywood trifft Basteltrash: Die Helmis bringen mit Schauspielern „Terminator 2“ auf die Ballhofbühne. Ein Probenbesuch.

Sonja Fröhlich 06.01.2014