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Aus der Stadt Hannover wird zur Hauptstadt der Feldjäger
Hannover Aus der Stadt Hannover wird zur Hauptstadt der Feldjäger
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00:15 23.02.2013
Von Klaus von der Brelie
Am Mittwoch wurde das neue Feldjägerkommando für die gesamte Bundeswehr in der Scharnhorst-Kaserne in Bothfeld in Dienst gestellt. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

So viel Vorschusslorbeeren gibt’s selten bei der Bundeswehr. Als Oberst Udo Schnittker am Mittwoch in der Scharnhorst-Kaserne in Bothfeld als Kommandeur aller deutschen Militärpolizisten in sein neues Amt eingeführt wurde, sparte Generalleutnant Manfred Engelhardt nicht mit Komplimenten. Schnittker sei der richtige Mann für diese Aufgabe, befand der stellvertretende Inspekteur der Streitkräftebasis, er sei „Feldjäger mit ganzem Herzen“ und habe dies „von der Pike auf gelernt“. „Das Kommando Feldjäger ist bei Ihnen in guten Händen“, erklärte der General und nahm Schnittker mit den Worten in die Pflicht: „Ich bin mir sicher, dass Sie ihre neue Aufgabe mit Bravour  meistern werden.“

Der 53-jährige Oberst, der bisher im Verteidigungsministerium in Berlin für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich war, hat den Auftrag, in Hannover das neue „Kommando Feldjäger“ aufzubauen und von hier aus sämtliche Militärpolizisten der Bundeswehr zu führen. Auch die Schule für Feldjäger und Stabsdienst in der Emmich-Cambrai-Kaserne ist Schnittker seit Mittwoch unterstellt.

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Für den neuen Kommandeur, der schon seit mehreren Monaten in der Scharnhorst-Kaserne arbeitet, ist Hannover nicht nur „die schönste Stadt“, sondern zugleich die Feldjägerhauptstadt Deutschlands. Von hier aus steuert er die Arbeit von acht Feldjägerbataillonen, die an rund 30 verschiedenen Standorten angesiedelt sind. Auch für die deutschen Militärpolizisten, die die Soldaten in Afghanistan, im Kosovo und am Horn von Afrika schützen, ist die Kommandobehörde in Hannover zuständig. Aktuell verfügt die Bundeswehr über etwa 4500 Feldjäger. Im Zuge der Bundeswehrreform soll diese Zahl auf etwa 2700 schrumpfen.  Das Kommando in Hannover muss mit knapp 150 Soldaten auskommen.

Die Reform der Truppe bedeutet für den Feldjägerkommandeur, dass er mehrere Teileinheiten und gut ein halbes Dutzend Standorte auflösen muss. Die acht Bataillone gehen auf in drei Regimenter, die ihren Sitz in Berlin, München und Hilden haben werden. Schon am Mittwoch wünschte sich Schnittker für die neuen Regimentsstäbe, dass sie an ihren Standorten „genauso offen aufgenommen werden wie das Kommando Feldjäger in Hannover“.

Zur offiziellen Indienststellung des Kommandos waren am Mittwoch Feldjäger-Abordnungen aus allen Teilen Deutschlands nach Hannover gekommen. Sie traten im offenen Karree an und erlebten mit, wie General Engelhardt dem obersten deutschen Militärpolizisten eine Truppenfahne für das neue Kommando überreichte. Die Stadt Hannover wurde bei dieser militärischen Zeremonie von Bürgermeister Bernd Strauch vertreten. Von der neuen Landesregierung zeigte sich am Mittwoch niemand bei der Truppe in Bothfeld.

20.02.2013
Andreas Schinkel 20.02.2013
Andreas Schinkel 20.02.2013