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Aus der Stadt Helm tragen mit der HAZ
Hannover Aus der Stadt Helm tragen mit der HAZ
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21:22 23.04.2014
Foto: Das Fest vom letzten Jahr: Die Polizisten Hans-Joachim Homuth und Marco Weber beim HannoverHelm Straßenfest mit ihren Handpuppen.
Das Fest vom letzten Jahr: Die Polizisten Hans-Joachim Homuth und Marco Weber beim HannoverHelm Straßenfest mit ihren Handpuppen. Quelle: Tobias Kleinschmidt
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Hannover

Ein Fahrradhelm vermindert das Risiko schwerer Kopfverletzungen. Eigentlich ist das eine Binsenweisheit, aber jetzt ist sie noch einmal wissenschaftlich geadelt worden – durch das Ergebnis einer neuen Studie der Verkehrsunfallforschung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). In der Studie wurde das Risiko von Kopfverletzungen von Radfahrern bei Verkehrsunfällen unter besonderer Berücksichtigung des Nutzens von Fahrradhelmen untersucht. Nach der Auswertung von 4245 Radfahrunfällen, die zwischen 2000 und 2012 dokumentiert wurden, kommen die Wissenschaftler um Unfallforscher Dietmar Otte zu eindeutigen Ergebnissen. In 69 Prozent der Radfahrunfälle gab es eine Kollision mit Fahrzeugen. „Die Studie zeigt für Radfahrer im Unfallgeschehen eine deutliche Wirksamkeit des Radhelmes auf Verletzungshäufigkeit und Verletzungsschwere des Kopfes“, heißt es in der Untersuchung. „Es konnte eine hohe Schutzwirkung für schwere Kopfverletzungen von mehr als 70 bis 80 Prozent festgestellt werden.“ Schädel- und Gesichtsfrakturen sowie Hirnverletzungen können durch einen Helm vermieden werden.

Die Studie kommt auch zu dem Ergebnis, dass vor allem die Altersgruppe ab 40 Jahren mit Radhelmen besser geschützt, denn im Alter nehmen die Kopfverletzungen bei Unfällen signifikant zu. „Dies ist der geringeren Belastbarkeit des Alters geschuldet. Gerade diese Personen sollten sich verstärkt mit einem Radhelm vor Kopfverletzungen schützen“, heißt es in der Untersuchung.

Dennoch ist das Fahren mit einem Helm für viele Radfahrer nicht selbstverständlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage durch das Markt- und Sozialforschungsinstitut Emnid. „Dabei ist das Tragen eines Helms dringend anzuraten“, sagt Roland Tunsch, Geschäftsführer des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes Hannover und der Landesunfallkasse Niedersachsen, der sich darum für eine Helmpflicht ausspricht. Kopfverletzungen könnten um ein Drittel, schwere Schädelverletzungen sogar um zwei Drittel reduziert werden. Umso bedauerlicher sei es, dass nicht alle Fahrradfahrer einen Helm trügen.

Seit 2011 wirbt die Initiative HannoverHelm für den Gebrauch eines Fahrradhelms. Die hannoversche Polizei veranstaltet dazu mit starken Partnern wie Stadt und Region Hannover, dem Fahrradhelmbauer uvex, der Verkehrswacht, dem Gemeinde-Unfallversicherungsverband und der HAZ-Redaktion auch in diesem Jahr ein Straßenfest an der Langen Laube. So stellen sich am morgigen Freitag Initiativen zur Verkehrssicherheit mit Ständen und Aktionen vor – und natürlich gibt es auch den HannoverHelm. Mehr als 10.000 Menschen in der Region tragen ihn schon. Und es sollen noch mehr werden. Dafür werben am Freitag unter anderem Polizeipräsident Volker Kluwe, Regionspräsident Hauke Jagau und die stellvertretende HAZ-Chefredakteurin, Hannah Suppa.

Das Fest beginnt um 11.40 Uhr mit der schon fast traditionellen Fahrradversteigerung durch das Fundbüro Hannover. Um 12 Uhr wird das Fest dann offiziell eröffnet. Mit dabei ist die Brassband  Brazzo Brazzone. Die Verkehrswacht erklärt vor Ort den toten Winkel, ein Airbrush-Künstler hilft, die neuen Fahrradhelme direkt vor Ort zu verschönern. Der HAZ Media Store lädt zum Tablet-Spiel ein. Bei dem Quiz können um 13 und 14 Uhr Fahrradhelme gewonnen werden. Dazu bietet die Polizeidirektion eine Fahrradcodierung an, die Firma uvex erläutert die Vorzüge des HannoverHelms, der ADFC berät über die Rechte der Radfahrer und gibt Tipps für Ausflüge in der Region, und Vertreter der Johanniter Unfallhilfe klären über ihre Arbeit auf. Zudem präsentiert sich das Team des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes mit einem Fahrradsimulator vor Ort.

Der HannoverHelm ist in der HAZ-Geschäftsstelle für 44,95 Euro zu haben, Abonnenten mit AboPlus-Karten zahlen nur 34,95 Euro. Zum Helm gibt es eine LED-Lampe.

von Jan Sedelies

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