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Aus der Stadt „Hannoveraner“ demonstrieren gegen Salafisten
Hannover Aus der Stadt „Hannoveraner“ demonstrieren gegen Salafisten
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00:15 24.03.2014
Von Jörn Kießler
Der als extremistisch eingestufte Salafisten-Prediger Pierre M. Vogel (r.). Quelle: dpa
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Hannover

„Die Hannoveraner“ wollen am kommenden Wochenende gegen den salafistischen Verein „Der Schlüssel zum Paradies“ demonstrieren. Die rechtspopulistische Partei hat bei der Polizei eine Kundgebung für Sonnabend den 29. März angemeldet. Ab 13.30 Uhr wollen die Mitglieder um den Fraktionsvorsitzenden Jens Böning am Opernplatz gegen den Besuch des Predigers Pierre M. Vogel und die angekündigte Gründung eines salafistischen Zentrums in der Landeshauptstadt zu protestieren. Nach ihren Informationen will der von vielen Medien als Hassprediger bezeichnete Vogel um 14 Uhr am Kröpcke sprechen.

Dass Abu Hamza, so Vogels islamischer Name, an diesem Tag nach Hannover kommen wird, hat der hannoversche Verein des Vorsitzenden Dennis Rathkamp schon seit einigen Wochen auf seiner Internetseite angekündigt. Wo der 35-Jährige seinen Vortrag zum Thema Jugendkriminalität halten wird, steht offiziell jedoch noch nicht fest. Auch auf Anfrage der HAZ wollte sich Rathkamp dazu nicht äußern. Fest steht, dass die Salafisten an diesem Tag wieder einen Infostand am Kröpcke angemeldet haben.

Stadt und Polizei beunruhigt die angekündigte Gegendemonstration der Hannoveraner nicht. „Die Kundgebung wurde ordnungsgemäß bei uns angemeldet und bewilligt“, sagt Polizeisprecher André Puiu. Auch Stadtsprecher Andreas Möser sieht keinen Handlungsbedarf: „Ich gehe davon aus, dass die Kundgebung friedlich abläuft.“

Ebenso denkt auch Linken-Fraktionschef Oliver Förste, der Anfang März bereits davor gewarnt hatte, dass die Aktivitäten der Salafisten Gruppen am rechten Rand mobilisieren könnten. Nun tritt genau das ein, was er prophezeite. „Die beiden Lager schaukeln sich nun gegenseitig hoch, um Aufmerksamkeit zu bekommen“, sagt Förste. „Gegen die fundamentalen Islamisten demonstrieren fundamentale Christen.“ Er bezweifelt jedoch, dass viele Menschen dem Aufruf der Hannoveraner folgen werden. „Und dann ist die Aufregung auch ganz schnell wieder vorbei und keine der beiden Gruppen hat erreicht, was sie wollte“, so Förste.

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