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Aus der Stadt Hannoveraner gesteht Verschwörung in den USA
Hannover Aus der Stadt Hannoveraner gesteht Verschwörung in den USA
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00:20 12.03.2015
Von Tobias Morchner
Gemeinsam mit drei weiteren Komplizen soll der 27-jährige Dennis G. (r.) aus Hannover den Mord an einem Beamten der amerikanischen Drogenfahndung (DEA) geplant haben. Quelle: Archiv
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Hannover

Das bestätigten die Ermittlungsbehörden in Manhattan auf Nachfrage der HAZ. Das Urteil von Richterin Laura Swain in dem spektakulären Fall, der weltweit für Aufsehen gesorgt hat, ist für den 1. Mai angesetzt.

Ex-Soldat G., der bei seiner Großmutter in der Südstadt aufwuchs, war im September 2013 festgenommen worden. Auch die übrigen vier Mitglieder der Bande konnten dingfest gemacht werden. Kopf der Gruppe soll der ehemalige US-Scharfschütze Joseph H. sein. Auch er hat inzwischen ein umfassendes Geständnis abgelegt. H. und seine Komplizen waren in eine Falle getappt, die amerikanische Zielfahnder den Männern gestellt hatten. Die Behörden hatten verdeckte Ermittler auf die Gruppe angesetzt, die ihr Geld zunächst im Sicherheitsgewerbe verdiente. Die Undercoverpolizisten gaben vor, über Kontakte zu einem kolumbianischen Drogenboss zu verfügen, der gerade vertrauenswürdige Männer für seine Leibgarde suche. Nachdem sie für den angeblichen Drogenbaron mehrere Aufträge erledigt hatten, bekam die Gruppe die Order, in Liberia einen amerikanischen Drogenfahnder und dessen Informanten zu beseitigen. Dennis G. und ein weiteres Mitglied der Bande reisten in das westafrikanische Land, um den Anschlag auszuführen. Sie wurden jedoch rechtzeitig von US-Ermittlern gestoppt und als mutmaßliche Auftragsmörder in Handschellen abgeführt. Auch Joseph H. und der vierte Komplize wurden festgenommen.

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Zunächst hatten Dennis G. und die übrigen Männer die Vorwürfe bestritten. Doch die Beweise gegen sie waren offenbar erdrückend. Die Behörden fingen E-Mails ab, hörten Telefonate ab und belauschten Gespräche der Verschwörer im Freien per Richtmikrofon. Beobachter in New York rechnen damit, dass Dennis G. trotz seines Geständnisses auf absehbare Zeit nicht aus seiner Zelle entlassen wird. Denn allein die Planung eines Mordversuches kann nach amerikanischem Recht mit lebenslanger Haft geahndet werden.

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