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Aus der Stadt Hannoveraner zahlen die höchsten Mieten
Hannover Aus der Stadt Hannoveraner zahlen die höchsten Mieten
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21:22 18.04.2011
In der Südstadt (auf dem Bild Sall- und Stolzestraße) sind die Mieten nicht gerade günstig.
In der Südstadt (auf dem Bild Sall- und Stolzestraße) sind die Mieten nicht gerade günstig. Quelle: Udo Heuer (Archiv)
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Hannoveraner müssen von allen Menschen im Nordwesten am meisten für ihre Wohnungen bezahlen. Die Mietpreise in Hannover liegen mit durchschnittlich 6,81 Euro pro Quadratmeter vor den Zweit- und Drittplatzierten Oldenburg und Bremen, ermittelte das Immobilienportal Immobilien Scout 24, das nach eigenen Angaben 1,4 Millionen Inserate ausgewertet hat, in einem Mietpreisranking.

Demzufolge liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis im Stadtgebiet bei 6,81 Euro und damit vor Städten wie Kiel, Oldenburg, Bremen oder Braunschweig (6,13 Euro). Der Wert rangiert aber deutlich über den Durchschnittspreisen, die jüngst für Hannovers ersten Mietspiegel erhoben wurden. Diese Zusammenstellung gilt als empirisch repräsentativ und weist selbst in guten Wohnlagen bei durchschnittlichen Wohnungsgrößen Quadratmeterpreise von 5,64 bis 6,17 Euro aus, nur in Einzelfällen und bei Neubauten wurden Durchschnittspreise bis 9,34 Euro ermittelt. Beiden Erfassungen liegen unterschiedliche Fragestellungen zugrunde. Während beim Mietspiegel nur laufende Verträge berücksichtigt werden, arbeitet das Internetportal ausschließlich mit Miethöhen für Neuvermietungen. Zudem erfasst es nur die Angebotspreise der Vermieter – häufig müssen Vermieter bei Vertragsschluss noch Preiszugeständnisse machen, um die Wohnung loszuwerden

Schon im Herbst vergangenen Jahres hatte eine Studie des Immobilien-Marktforschungsinstituts Empirica ergeben, dass die Wohnungsmieten in Hannover innerhalb eines Jahres um zehn Prozent gestiegen sind. Gefallen seien dagegen die Preise für Eigentum. Insgesamt zögen die Preise in Deutschland an - in Hamburg sogar um 11, in München um 12 Prozent. Den Anstieg führen die Verfasser auf das Ende der Wirtschaftsflaute zurück. Mit dem ausgerechneten Preisanstieg 2010 lag Hannover im bundesweiten Ranking auf Platz 47 rangieren, was die Mietpreise anbelangt. Recht hoch, wie die Vizechefin
des Deutschen Mieterbundes bereits Susanne Schönemeier im Herbst vergangenen Jahres fand.

Tatsächlich aber seien die Mietpreise in der Leinestadt in den vergangenen Jahren „moderat“ angestiegen, sagt Schönemeier. Das liege zum einen daran, dass zuvor mehr als 15 Jahre lang kaum Steigerungen zu verzeichnen gewesen seien. Erschwerend komme die wachsende Zahl an Singlehaushalten hinzu. Zu guter Letzt verzeichnet Empirica eine gestiegene Attraktivität großer Städte gegenüber dem Wohnen auf dem Land.

2011 ist Hannover im Nordwesten Deutschlands nun allerdings im Bereich Mietwohnungen am teuersten. Im Nordwesten Deutschlands lebt es sich am günstigsten in Bremerhaven (4,72 Euro pro Quadratmeter), gefolgt von Salzgitter und Delmenhorst.Spitzenreiter der Internetauswertung ist München mit 12,64 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Frankfurt (10,93 Euro) und Hamburg (9,89 Euro). Schlusslicht bundesweit ist Plauen (4,21 Euro).

mb/med/fx/dpa