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Aus der Stadt Schostok will Niki-Museum im Schloss
Hannover Aus der Stadt Schostok will Niki-Museum im Schloss
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00:15 18.09.2017
Von Andreas Schinkel
Alles neu nach nur vier Jahren? Das Schlossmuseum in Herrenhausen. Quelle: Insa Cathérine Hagemann
Hannover

„Dafür spricht, dass sich die Künstlerin mit der Grotte in den Herrenhäuser Gärten verewigt hat, ein solches Museum also einen örtlichen Bezug hätte“, sagte Schostok Donnerstag im Oberbürgermeisterausschuss. Die Grotte sei bereits ein Besuchermagnet in den Herrenhäuser Gärten. Museen, die sich einem berühmten Künstler widmeten, seien auch in anderen Städten erfolgreich.

Das Schlossmuseum in den beiden Seitenflügeln des neu gebauten Schlosses Herrenhausen wurde 2013 eröffnet. Es beherbergt zum einen Exponate aus der Welfenzeit, Kuriositäten des Barock, die in einem unterirdischen Verbindungsgang gezeigt werden, sowie Exponate zur Geschichte der Herrenhäuser Gärten. Träger ist das Historische Museum.

Zum Auftakt der Sammlungspräsentation "130% Sprengel" eröffnet das Sprengel Museum Hannover die Einblickshalle mit einer Auswahl zentraler Arbeiten der Künstlerin Niki de Saint Phalle aus ihrer Schenkung im Jahr 2000. 

Erlebte das Schlossmuseum anfangs einen Besucherandrang, nahmen die Gästezahlen später deutlich ab. Finanziell bedeutete das aber keinen Einbruch. Mit der Eintrittskarte von regulär 8 Euro für die Gärten erwerben Besucher auch den Zutritt fürs Schlossmuseum, ob sie wollen oder nicht. Man betrete das „Gesamtensemble Herrenhausen“, hieß es damals zur Begründung. Die Initiative des Oberbürgermeisters ist ein Indiz dafür, dass diese Idee gescheitert ist. In der Ausschusssitzung bezeichnete Schostok das Konzept des Schlossmuseums als „angestaubt“.

Die weltbekannte Künstlerin Niki de Saint Phalle war Ehrenbürgerin Hannovers. Von ihr stammen unter anderem die üppigen Nana-Figuren, die 1974 am Leibnizufer aufgestellt wurden. Zahlreiche Werke der Künstlerin sind auch im Sprengel-Museum zu sehen. Jetzt ist es an der Ratspolitik, über den Vorschlag des Oberbürgermeisters beraten.

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