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Aus der Stadt Heuschrecken im Dschungelcamp
Hannover Aus der Stadt Heuschrecken im Dschungelcamp
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22:19 21.01.2014
Von Veronika Thomas
Hausherren mit Landesvater: ffn-Chef Harald Gehrung und Programmchefin Ina Tenz nehmen Stephan Weil in die Mitte.
Hausherren mit Landesvater: ffn-Chef Harald Gehrung und Programmchefin Ina Tenz nehmen Stephan Weil in die Mitte. Quelle: Dröse
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Es hätte schlimmer kommen können, das Motto für den Neujahrsempfang von Radio ffn. „Pferdelasagne zum Beispiel“, witzelte ffn-Geschäftsführer Harald Gehrung: „Naheliegend wäre auch der Diebstahl des goldenen Kekses von Bahlsen gewesen. Aber dann hätten wir Ihnen an diesem Abend nur ein schmales Catering in Form von Keksen anbieten können.“

Radio ffn feierte am Dienstag mit 500 Gästen seinen Neujahrsempfang – und bittet zu freiwilligen Prüfungen im hauseigenen „Dschungelcamp“.

Stattdessen nun das ffn-Dschungelcamp. Bei Einschaltquoten von mehr als 40 Prozent beim Original, vergleichbar mit Fußballländerspielen und damit salonfähig, bot der Camp-Empfang seinen rund 500 Gästen sogar einige Dschungelprüfungen – in der Lightversion. Mit von der Partie waren viele langjährige Weggefährten, darunter Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe, Miss Germany Caroline Noeding, der ehemalige Sprecher von Christian Wulff, Olaf Glaeseker, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Verlagsgesellschaft Madsack, Thomas Düffert, sowie deren Aufsichtsrat Herbert Flecken.

Auch dabei: etliche Novizen aus dem Landeskabinett von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der den ffn-Empfang als Teil seines Biorhythmus’ bezeichnete. Er hatte sein halbes Kabinett mitgebracht, darunter Cornelia Rundt (Soziales), Stefan Wenzel (Umwelt) und Boris Pistorius (Inneres). Die mehrbeinigen Köstlichkeiten des Abends, etwa Heuschrecken an Kichererbsenpürree, musste sich ebenfalls keiner hart erkämpfen. Sie wurden von freundlichen Kellnern gereicht, fanden aber wenig Anklang.

Da boten die drei Fühlboxen schon mehr Überraschungspotenzial. Wer in die Kiste mit dem Wackelpudding griff, war noch gut dran. Der Griff ins Pelzige – nichts für Angsthasen. In Box Nummer drei aber steckte jemand, der zumindest mit einer Hand fest zupacken kann und für viele erschrockene Lacher sorgte. 

Einen Grund zum Feiern an diesem Abend hatte Annette Seydlitz, Gründerin und Leiterin des Mobilen Kinderhospizes Moki. Gehrung überreichte ihr einen Spendenscheck über 230 000 Euro – den Erlös des ffn-Spendentages.

Derweil machte sich Dietmar Wischmeyer als Günther der Treckerfahrer Gedanken zur Lage im Land. „Hier in Hannover ist wie im 100-jährigen SPD-Kalender vorhergesagt Stefan Schostok OB geworden“ sagte er und schwadronierte über Politik im Allgemeinen und hannoversche Politiker im Besonderen – zur Freude der Anwesenden.

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