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Aus der Stadt Studenten müssen für neue Wohnheime zahlen
Hannover Aus der Stadt Studenten müssen für neue Wohnheime zahlen
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21:40 16.12.2013
Von Juliane Kaune
Weil die Wohnungen knapp sind, müssen neue Wohnplätze her. Dafür müssen Hannovers Studenten tiefer in die Tasche greifen. Quelle: Symbolfoto
Hannover

„Anders können wir das leider nicht finanzieren“, sagt Geschäftsführer Eberhard Hoffmann. Er plant zwei neue Wohnheime mit zusammen 200 Plätzen im Lodyweg und in der Wilhelm-Busch-Straße. Dafür setzt Hoffmann zudem auf eine Finanzspritze des Landes: 1,5 Millionen Euro möchte er aus dem vorgesehenen Fördertopf haben.

Den größten Teil der Beitragserhöhung begründet das Studentenwerk mit allgemeinen Kostensteigerungen – mit dem Geld der Studenten werden Serviceleistungen wie etwa Sozialberatung oder der Mensabetrieb finanziert. Die künftig von den angehenden Akademikern zu zahlende Subventionierung neuer Wohnheime kommt nun noch hinzu. „Öffentliche Investitionen kann das aber nicht ersetzen“, betont Hoffmann. Hier sieht er das Land in der Pflicht. Der Landtag hat beschlossen, dass 2014 in Niedersachsen 1,5 Millionen Euro zusätzlich gewährt werden, um mehr Wohnheimplätze für Studenten zu schaffen. Hoffmann will erreichen, dass die gesamte Summe nach Hannover fließt. Denn: Die Versorgungsquote sei in Hannover mit 7,2 Prozent landesweit am niedrigsten, gleichwohl gebe es hier mit rund 40 000 die meisten Studenten. Das Wissenschaftsministerium hält sich bedeckt: Eine verbindliche Aussage über die Förderung an bestimmten Standorten könne noch nicht getroffen werden.

Der Verwaltungsrat des Studentenwerks hat die Beitragserhöhung einstimmig gebilligt, mit dem Votum der Studentenvertreter. Beschlossen wurde zudem, die Mensapreise zwei Jahre stabil zu halten. „Für uns war es keine leichte Entscheidung, sondern eine wirtschaftliche Notlösung“, sagt Student Andreas Barthelt. Er spart nicht mit Kritik am Land: „Es wird immer mehr gekürzt und viel zu wenig in die Infrastruktur investiert.“

Das Studentenwerk hatte 2012 einen Etat von 22,21 Millionen Euro. Den Großteil machen Wohnheimmieten und Einnahmen aus Mensen aus; 20 Prozent stammen aus Studentenbeiträgen, 13 Prozent vom Land.

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