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Aus der Stadt Hannovers Wege in die Zukunft
Hannover Aus der Stadt Hannovers Wege in die Zukunft
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22:15 15.12.2010
Von Bernd Haase
Ob Fahrrad, Auto oder Bahn – der Masterplan soll gute Angebote für alle Verkehrsarten schaffen. Quelle: Christian Burkert

Die Stadt hat am Mittwoch strategische Ziele präsentiert – für die gesamte Verkehrsplanung in der Landeshauptstadt in den kommenden 15 Jahren. „Wir haben in der Vergangenheit positive Erfahrungen mit einer Verkehrspolitik gemacht, die gute Angebote für alle Verkehrsarten schafft. Dieser Grundsatz soll weiter bestehen“, sagte Baudezernent Uwe Bodemann. Auf der einen Seite heißt dies, dass niemand benachteiligt werden soll. Auf der anderen Seite erhofft sich die Stadt aber, dass auf freiwilliger Basis der sogenannte Umweltverbund eine größere Rolle spielt – dass also Autofahrer mehr auf Busse und Bahnen umsteigen, mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen.

In dem sogenannten Masterplan Mobilität 2025, den Bodemann gestern vorstellte, stecken zwei Jahre Arbeit. Mitgewirkt haben neben Verwaltung und Politik Verbände wie der ADAC, der Fahrrad-Klub ADFC, die Verkehrswacht, die City-Gemeinschaft, die Polizei sowie Behindertenbeauftragte, Seniorenbeirat und Stadtelternrat. Zu den Schwerpunkten zählen unter anderem der Verkehr in der Innenstadt, die Verkehrssicherheit und die Barrierefreiheit.
Einige Punkte aus dem Masterplan:

Innenstadt: „Innerhalb des Cityrings steht die Erreichbarkeit mit dem Kraftfahrzeug vor der schnellen Durchfahrbarkeit“, heißt es im Masterplan. Bedeutet: Fußgänger und Radfahrer sollen Kreuzungen und den Ring leichter überqueren können, Autofahrer müssen mehr Geduld mitbringen. In der Innenstadt könnten nach dem Bereich Karmarschstraße/Osterstraße weitere Straßenflächen etwa durch Aufpflasterungen umgestaltet werden. Als Beispiele nennt die Stadt Kurt-Schumacher-Straße und Marktstraße. Eine Vergrößerung der Fußgängerzone ist nicht geplant.

Parken: Die Verwaltung will in der Innenstadt keine weiteren Parkplätze am Straßenrand streichen – „Seniorenbeirat und Behindertenbeauftragte waren dagegen“, sagt Bodemann. Wenn durch Bebauung die Flächen auf Köbelinger Markt, Klagesmarkt und Marstall entfallen, sollen Autofahrer als Ersatz die Parkhäuser wieder stärker nutzen.

Radverkehr: Ziel ist es, den Anteil des Radverkehrs am Verkehrsaufkommen in Hannover von 13 auf 25 Prozent zu steigern. Mittel zum Zweck: Wegeausbau, mehr Abstellplätze und der Bau von Radschnellwegen.

Nahverkehr: Laut Bodemann ist weiterer Streckenausbau nachrangig gegenüber dem Ziel, vorhandene Angebote besser auszuschöpfen. Der Dezernent regt unter anderem ein Wochenendticket für den Nahverkehr an.

Verkehrssicherheit: Hannovers Unfallzahlen sind zuletzt zwar nicht mehr gestiegen, liegen im Städtevergleich aber noch hoch. Um sie zu senken, will die Stadt nach und nach mehr als 100 als gefährlich erachtete Stellen durch Umbauten entschärfen sowie den Verkehr schärfer kontrollieren – ihr mobiles Blitzgerät soll häufiger eingesetzt werden.

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