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Aus der Stadt Hannovers Wirte zahlen sehr viel für Außengastronomie
Hannover Aus der Stadt Hannovers Wirte zahlen sehr viel für Außengastronomie
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22:15 21.09.2011
Hannovers Wirte zahlen hohe Gebühren für die Außenbewirtschaftung. Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

Mit einem monatlichen Quadratmeterpreis von 12,84 Euro in Citylage, so die Studie, liege Hannover an der Spitze der 117 befragten Städte. In Metropolen wie Hamburg (8 Euro), München (3,21 Euro) oder Berlin (1,35 Euro) seien die Gebühren deutlich günstiger.

Die Autoren verweisen zwar darauf, dass größere Städte mit einem hohen Gästeaufkommen oft günstigere Preise für ihre Wirte anbieten könnten, weil einfach mehr Fläche mit einer höheren Frequenz zu vermieten sei. Doch Hannover überrundet auch vergleichbare Städte wie Stuttgart (4,80 Euro), die zweitteuerste Stadt ist laut Studie Rostock mit 12,50 Euro. Es folgen Darmstadt und Bonn mit 10 Euro. Für Rainer Balke, Geschäftsführer des Dehoga-Landesverbandes, sind diese Zahlen eine Bestätigung für eine bereits seit Längerem geäußerte Kritik. „Wir empfinden die hannoverschen Preise als sehr hoch und haben schon oft gefordert, sie zu senken“, sagt er.

Auch Hannovers Wirte sind unzufrieden mit der Sondernutzungsgebühr. Bernd Kirsch von der HBX-Brauerei kann nicht nachvollziehen, warum Freunde aus der Gastronomie in Köln im Schnitt etwa drei Euro weniger pro Quadratmeter zahlen. „Für uns sind die Gebühren ein Thema – denn gerade im Sommer haben wir eine Außenfläche von 1000 Quadratmetern zu bezahlen.“

Stadtsprecher Udo Möller weist die „Wucher“-Vorwürfe zurück: „Es wurde unzureichend recherchiert und mit falschen Zahlen gearbeitet.“ Der Quadratmeterpreis betrage zwar in der Saison von Mai bis August 12,84 Euro, ansonsten aber 7,70 Euro. Dadurch ergebe sich ein Durchschnittswert von 9,41 Euro pro Monat. Zudem biete die Stadt eine „unternehmerfreundliche“ Jahresgebühr von 79,07 Euro je Quadratmeter an – was übers Jahr einen Schnitt von 6,58 Euro ausmache.

Stefanie Kaune und Jan Sedelies

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