Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Hannovers erster literarischer Stadtplan
Hannover Aus der Stadt Hannovers erster literarischer Stadtplan
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 13.03.2015
Zimmermannskunst auf dem Expogelände: Der Blick nach oben zeigt zehn einzelne Schirme aus Fichtenholz, die in einem Stahlknoten zusammengeführt sind.  Quelle: Archivbild
Anzeige
Hannover

Das Schriftstellerpaar Ulrike Gerold und Wolfram Hänel bietet auf fast 200 Seiten eine Mischung aus persönlichem Stadtführer und Anekdotensammlung, eine Art literarischer Heimatfilm, der Wissen mit Witz kombiniert. Zudem zeigt das Buch (aus dem die hier sehr gekürzten Passagen entnommen sind) immer wieder auf, wie eng die hannoversche Geschichte mit der Geschichte der Personalunion zusammenhängt. 

Etliche Orte zeugen von dieser königlichen Vergangenheit, auf deren Spuren Gerold und Hänel unterwegs waren. So geht es auch zum Welfenschloss, das die königliche Familie als Residenz samt seiner Türme und Balkone nutzen wollte. Doch die preußische Annexion des Königreichs Hannover machte diese Pläne zunichte - die Welfen waren entthront. Oder es geht um die Festung Wilhelmstein im Steinhuder Meer und deren Belagerung 1787 durch hessische Truppen. Damals bewies sich die Festung als uneinnehmbar. „Der Beschuss mit Kanonen misslang, weil diese im Ufermorast des Steinhuder Meeres schlicht und einfach versanken“, erfährt der Leser.

Anzeige

Insgesamt 66 Orte haben die Autoren zusammengetragen. Dazu kommen elf Einblicke in Kneipen der Region. „Es geht darum, Hannover so zu zeigen, wie es wirklich ist. Hannover ist vielleicht nicht die schönste Stadt der Welt, aber wer sich einmal drauf einlässt, will auch nirgendwo anders mehr leben. Wir sind das beste Beispiel dafür!“, sagt Ulrike Gerold.

Hannover - unterm Schwanz und ümme Eck“ erscheint in Kooperation des Gmeiner-Verlags und der HAZ. Das Buch ist ab Mittwoch für 14,99 Euro in den HAZ-Geschäftsstellen erhältlich. Am Freitag wird es auf der Kleinkunstbühne Kanapee an der Edenstraße 1 vorgestellt. Oberbürgermeister Stefan Schostok und Autor Hartmut El Kurdi halten Grußworte, dazu spielt Arndt Schulz Musik. Um 20 Uhr geht’s los.

Von Jan Sedelies