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00:15 08.03.2015
Die International Community trifft sich zum Kennenlernen bei Mister Q am Raschplatz. Foto: Ditfurth
Die International Community trifft sich zum Kennenlernen bei Mister Q am Raschplatz. Foto: Ditfurth Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Alessandro Ottaviani, der bereits ein Jahr lang in Köln gelebt hat, vereinigte innerhalb kürzester Zeit bereits über 1000 Mitglieder in seiner Gruppe. Am Donnerstag trafen sich etwa 60 von ihnen bei Mister Q am Raschplatz.

„Das ist echt unglaublich: Ich hab innerhalb von 30 Minuten fünf Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern kennengelernt“, sagt Melanie Loeper. Die 24-jährige Hannoveranerin ist durch Zufall auf die Gruppe gestoßen und war sofort begeistert von der Idee, dass sich Menschen aus aller Herren Länder regelmäßig treffen und austauschen. „Ich will neue Sprachen lernen und im Gegenzug anderen helfen, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern“, sagt sie. Von den neuen Bekanntschaften ist die Hannoveranerin begeistert. Das einzige Problem: Mit welcher Sprache soll sie anfangen? „Ich hab immerhin eine Liste mit zwölf Sprachen, die mich interessieren“, sagt sie, und beim Gespräch mit den anderen Mitgliedern zeigt sich schnell, dass die große Auswahl die Entscheidung nicht leichter macht: „Ich spreche Englisch, Hindi, Punjab, Urdu, Sanskrit und Haryanvi“, sagt beispielsweise Avneet Singh aus Indien. Doch auch italienische, portugiesische, spanische, und französische Muttersprachler suchen im Mister Q nach Tandempartnern. Insgesamt sind über 60 Menschen aus 20 Ländern zusammengekommen, um Sprachkenntnisse auszutauschen und neue Bekanntschaften in Hannover zu schließen.

„Man lernt bei jedem Treffen etwas dazu - nicht nur über Hannover, sondern auch über fremde Länder, Kulturen und Traditionen“, sagt Gruppengründer Ottaviani. Den Erfolg der Gruppe führt er auf die abwechslungsreichen Aktivitäten zurück. „In vielen Gruppen kennen sich die Mitglieder nur aus dem Netz - ich lege Wert darauf, das zwei bis drei Veranstaltungen pro Woche organisiert werden“, sagt er. „So kommt man raus und entdeckt immer wieder neue Seiten seiner Stadt.“ Außer gemeinsamen Ausflügen, Städtetrips, Treffen in Bars und Restaurants sowie Abende, an denen Tandem-Partner gesucht werden, wolle er auch sportliche Aktivitäten wie gemeinsames Radfahren oder Joggen einführen, zu denen natürlich auch „Einheimische“ eingeladen sind. „Das Motto ist ,Enjoy Hannover’, und das funktioniert am besten, wenn viele Hannoveraner mitmachen“, sagt der Ingenieur, der für General Electric arbeitet. Daher würde er sich freuen, wenn noch mehr Deutsche sich der Gruppe anschließen. „Ich finde, je mehr Einheimische mitmachen, desto erfolgreicher ist die Gruppe“, sagt Ottaviani, der sich bisher in seiner Wahlheimat sehr wohl fühlt. „Ich vermisse zwar das leckere italienische Essen, aber dafür ist hier alles so gut organisiert und die Lebensqualität ist sehr hoch.“ Nur an das frühe Abendessen habe er sich auch nach seiner Zeit in Köln noch immer nicht gewöhnt.

Das nächste Mal trifft sich die Gruppe am Sonnabend, 7. März. Dann können Interessierte Hannover entlang des Roten Fadens erkunden. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Tourist-Information.

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