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Aus der Stadt So lief die letzte Fahrt zum Aegi
Hannover Aus der Stadt So lief die letzte Fahrt zum Aegi
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00:15 28.05.2017
Von Conrad von Meding
Zum letzten Mal fuhr eine oberirdische Stadtbahn zum Aegi.
Zum letzten Mal fuhr eine oberirdische Stadtbahn zum Aegi. Quelle: Conrad von Meding
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Hannover

Auch diese Wahrheit gehört zur Geschichte: Die letzte oberirdische Stadtbahn zum Aegi hatte mehrere Minuten Verspätung. Statt wie angekündigt um 0.51 Uhr bog sie um 0.57 vor der Ernst-August-Galerie auf den Bahnhofsvorplatz ein. Stadtbahnfahrer Stefan Müller nahm es souverän: "Das macht nichts, wir stehen jetzt ja auf dem Rückweg ohnehin nicht im Fahrplan."

Nach 138 Jahren ist zum letzten Mal eine oberirdische Stadtbahn zum Aegi und zurück gefahren.

Die Rechtskurve von der Kurt-Schumacher-Straße auf den Ernst-August-Platz nahm die Bahn letzten Mal: Ab Himmelfaht werden die Gleise ausgebaut, an ihrer Stelle wird statt der Rechtskurve eine sehr steile Linkskurve eingebaut, die zum Busbahnhof ZOB auf einem kurzen Trassenstummel in die Lister Meile führt. Künftig hat Hannover keine Straßenbahnstation Schauspielhaus/Thielenplatz mehr, auch der Hochbahnsteig Aegidientorplatz wird abgebaut.

Die üstra soll neue 50 neue Stadtbahnwagen bekommen. Zeit für eine Zeitreise mit den üstra-Straßenbahnen vergangener Jahrzehnte.

125 Jahre lang fuhren Stadtbahnen über den Platz vor dem Hauptbahnhof, insgesamt 138 Jahre lang sogar kurvten oberirdische Straßenbahnen zum Aegi (anfangs waren es Pferdebahnen). Beide Kapitel enden jetzt. "Es ist eine große Ehre, dass ich die letzte Tour fahren durfte, aber ich bin auch traurig, dass die Strecke jetzt stillgelegt wird", sagt Stadtbahnfahrer Stefan Müller im HAZ-Videointerview. Der Endpunkt am Aegi sei "eine Stelle der Ruhe, der Entspannung".

24.05.2017
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Saskia Döhner 27.05.2017