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Aus der Stadt Hannoversche Immobilienpreise steigen weiter
Hannover Aus der Stadt Hannoversche Immobilienpreise steigen weiter
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00:16 24.03.2013
Von Conrad von Meding
Trotz Aufwärtstrend: „Wer vor zehn Jahren eine Eigentumswohnung gekauft hat mit Geld, das er auch anders hätte anlegen können, der hat kaum Gewinn, wenn er jetzt verkauft.“ Quelle: haz
Hannover

Das Gejammer über den heftigen Anstieg der Immobilienpreise mag Karin Wolters nicht teilen. „So schlimm, wie das im Fernsehen zuweilen aufgebauscht wird, ist es in Hannover jedenfalls nicht“, sagt sie. „Weder gibt es hier endlose Schlangen bei Wohnungsbesichtigungen wie in einigen Wohnvierteln von Hamburg, noch sprechen die Zahlen bisher für eine Vertreibung von Mieterschichten aus Trendstadtteilen.“

Karin Wolters ist die Vorsitzende der Gutachterausschüsse, einem laut Baugesetz vorgeschriebenen Organ zur Beobachtung der Preisentwicklungen am Immobilienmarkt. Mit ihrem Team begutachtet sie nicht die Angebotspreise (die meist deutlich über den am Ende erzielten Verkaufspreisen liegen), sondern lässt sich sämtliche notariellen Kaufverträge vorlegen. 11387 Verträge waren es im vergangenen Jahr.

Einmal jährlich wird die Menge ausgewertet, seit Donnerstag liegt das Zahlenwerk offiziell vor. Und notiert erneut eine Preissteigerung am hannoverschen Immobilienmarkt - „aber eine moderate“, wie Wolters sagt. Und sie sagt auch das: „Wer vor zehn Jahren eine Eigentumswohnung gekauft hat mit Geld, das er auch anders hätte anlegen können, der hat kaum Gewinn, wenn er jetzt verkauft.“ Denn die Preise erholen sich nach der Wirtschaftskrise erst langsam wieder, und die Inflation arbeitet stets gegen die Preisentwicklung. Wobei besonders am Immobilienmarkt ein Grundsatz gilt: Die Lage spielt bei der Preisentwicklung eine immer stärkere Rolle - deshalb spiegeln die stadt- und teilweise regionsweiten Durchschnittszahlen den Trend in einigen Stadtteilen nicht wider, in denen Preisentwicklungen deutlich ausgeprägter sind als in anderen. Die HAZ hat daher in diesem Jahr um eine Sonderauswertung für Etagenwohnungen in Linden gebeten, weil dort besonders häufig über die sogenannte Gentrifizierung, die Vertreibung eingesessener Mieter durch Mieterhöhungen, gesprochen wird.

  • Eigentumswohnungen: Der Grundstücksmarktbericht bildet nur die Kaufpreise ab, nicht die Mieten - aber beide bewegen sich meist parallel mit leichtem Zeitverzug. Dem Bericht zufolge hat eine typische Etagenwohnung (75 Quadratmeter, mittlere Wohnlage und Ausstattung, mit Balkon, ohne Garage) im vergangenen Jahr pro Quadratmeter 1160,57 Euro gekostet. Wenn sie ganz neu war, kletterte der Durchnittswert auf 3482 Euro, stammt sie aus der Zeit vor 1945, war sie durchschnittlich 1418 Euro wert, die Jahrzehnte bis 1984 rangieren bei 1150 Euro. Die Preise sind gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Prozent gestiegen und liegen damit erstmals wieder über dem Wert von 2003. Im Umland beträgt die Preisspanne zwischen 826 und 2435 Euro pro Quadratmeter, der Preisanstieg betrug 5,2 Prozent.
  • Sonderauswertung Linden-Mitte: Die wegen geringer Fallzahlen nicht repräsentative und dadurch auch sehr sprunghafte Kurve für Linden-Mitte zeigt einen deutlich stärkeren Anstieg. Allerdings kommen die Preise von einem stadtweit ungewöhnlich niedrigen Niveau und nähern sich durch den Preisanstieg allmählich dem Stadtdurchschnitt an. Nicht enthalten sind in der Erhebung allerdings Mehrfamilien-Mietshäuser, die in Wohnungseigentum aufgeteilt worden sind - sie werden wie Neubauten gewertet.
  • Einfamilienhäuser: Freistehende Häuser (massiv, 150 Quadratmeter, mit Garage und Grundstück) sind in Hannover um 5,1 Prozent, im Umland um 3,7 Prozent im Preis gestiegen. Dabei öffnet sich die Schere zwischen den zentrumsnahen Wohngebieten und den ländlichen Gebieten immer stärker, wie Birgit Schnittger, Teamchefin bei den Gutachterausschüssen, sagt. Im Umland sind Häuser, die vor 1945 gebaut worden, nur halb so teuer (965 Euro pro Quadratmeter) verkauft worden wie in der Stadt (1835 Euro). Bei relativ neuen Häusern allerdings war der Preis fast gleich (etwa 2245 Euro).

Der Bericht kostet bei Bestellung im Internet 40 Euro. Die Gutachter geben auch Auskünfte zu Bodenrichtwerten und bieten im Internet einen Immobilienpreiskalkulator. Telefon (0511) 3024-5475.

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