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Aus der Stadt Steuern, Zigaretten und der WM-Pokal
Hannover Aus der Stadt Steuern, Zigaretten und der WM-Pokal
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00:15 11.04.2015
Von Jörn Kießler
Foto: Das Hauptzollamt Hannover stellt die unterschiedlichsten Waren sicher.
Das Hauptzollamt Hannover stellt die unterschiedlichsten Waren sicher. Quelle: Zoll
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Hannover

In den Zollämtern Hannover Nord, Messe, Flughafen, aber auch Celle, Verden, Soltau, Lüneburg und Hameln, für die das Hauptzollamt ebenfalls zuständig ist, kamen 2014 1,4 Milliarden Euro zusammen. Der Großteil dieser Summe wurde wie jedes Jahr über die Kernbrennstoffsteuer (386 Millionen Euro), die Stromsteuer (238 Mio.) und Energiesteuer (231 Mio.) eingenommen. Dazu kamen 437 Millionen Euro Einfuhrumsatzsteuer und Zölle in Höhe von 34 Millionen Euro. Weitaus spektakulärer als diese Zahlen sind aber die Geschichten, die die Zöllner auch im vergangenen Jahr an ihren Einsatzorten erlebten.

Ende des Jahres versuchte ein 46 Jahre alter Mann aus der Region Hannover mehr als 8000 Zigaretten aus Spanien an der Steuer vorbei zu lotsen. Nachdem er mit dem Flieger von den Kanaren am Flughafen Langenhagen gelandet war, marschierte er zielstrebig auf den Ausgang für Reisende ohne zu versteuernde Waren zu. Noch ein bisschen dreister ging ein Ehepaar vor, das aus dem Urlaub in Kasachstan zurückkehrte. Auf die Frage, ob sie Zigaretten mitgebracht hätten, antworteten sie mit „Ja“. Allerdings gaben sie nur 200 an - in Wirklichkeit waren es 5480.

Auch im vergangenen Jahr hat das Hauptzollamt Hannover die eigentümlichsten Waren sichergestellt

Die größten Fische erwischten die Zollbeamten jedoch nicht am Flughafen, sondern auf der Autobahn. Mehr durch Zufall kontrollierte der Zoll im Oktober zwei Weißrussen auf der Raststätte Garbsen-Nord an der A 2. Mit ihrem Lastwagen wollten die beiden 26 und 28 Jahre alten Männer in die Niederlande. Neben der Fracht in dem Sattelzug hatten sie auch zwei Reisetaschen dabei, in denen die Zöllner fast 30 000 Zigaretten fanden. Keinen Monat zuvor hatten die Beamten ebenfalls an der A 2 einen in Großbritannien zugelassenen Wagen angehalten, in dem sie 175 Ampullen Anabolika sicherstellten.

Doch auch bei der Kontrolle von etwa 28.000 Paketen im Zollamt Hannover-Nord stießen die Beamten auf Ungewöhnliches. Kurz vor Weihnachten dachte beispielsweise ein Hannoveraner, er habe ein besonderes Schnäppchen gemacht. Eine Uhr, die im Original eine Million Euro wert ist, bestellte er als Kopie über das Internet für nur 230 Euro. Letztlich war aber auch das ein stattlicher Preis für eine Uhr, die der Mann nie tragen konnte. Das Zollamt musste das gute Stück vernichten lassen.

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