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Aus der Stadt Hausfassade in Hannover ist offenbar zu bunt
Hannover Aus der Stadt Hausfassade in Hannover ist offenbar zu bunt
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16:47 12.03.2011
Von Conrad von Meding
Zu gelb? Die Stadt will das bunte Haus in Linden jetzt prüfen. Quelle: Rainer Surrey

Zwar gibt es in dem Quartier keine Gestaltungssatzung, und der kräftige Gelbton widerspricht offenbar auch nicht dem Verunstaltungsverbot, doch befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft Baudenkmale. Deren Wirkung könne durch die intensive Farbgebung gestört sein. Von selbst sei die Verwaltung allerdings nicht aktiv geworden, sagt Stadtsprecher Dennis Dix: „Es gibt Beschwerden aus der Nachbarschaft.“

Nachdem das Gerüst am Eckhaus Minister-Stüve-Straße/Jacobstraße entfernt war, hatte es in dieser Woche unter Passanten bereits engagierte Diskussionen gegeben. Hauseigentümer Ulrich Burghardt hatte mit der Farbgebung – ein ausdrucksstarkes Gelb in Verbindung mit strahlendem Blau – dem Gebäude Charakter verleihen wollen. Zu viel Charakter, wie manch einer findet. „Ich habe Lust auf Farbe“, begründet hingegen Burghardt seine Wahl.

Offenbar teilen nicht alle Nachbarn den Spaß daran. Bei der hannoverschen Denkmalbehörde sind Beschwerden eingegangen. Unter Schutz befinden sich das unmittelbar links angrenzende Nachbarhaus in der Jacobstraße und das gegenüber stehende Gebäude in der Minister-Stüve-Straße. „Da es Bedenken gibt, wird dem nachgegangen“, sagt Sprecher Dix: „Was das am Ende bedeuten kann, muss geprüft werden.“ Richtig sei aber, dass eine zu intensive Farbgebung und andere übertriebene Gestaltungen untersagt werden können, wenn dadurch die Wirkung eines Baudenkmals in der Nähe beeinträchtigt wird.

Gebäudeeigentümer Burghardt reagierte am Freitag erstaunt auf diese Information. „Ich wusste weder, dass da Denkmale stehen, noch, dass ich darauf Rücksicht nehmen muss.“ Weil er sich den Aufbau des Gerüsts auf dem Gehweg habe genehmigen lassen, sei die Stadt über das Bauvorhaben informiert gewesen. Dass er nun möglicherweise nachträglich die Farbe wieder ändern müsse, könne er sich aber nicht vorstellen: „Wer soll denn dafür bezahlen?“, fragt er. Ohnehin glaubt er nicht, dass der vorige Zustand für die benachbarten Denkmale so viel besser gewesen sei: „Was haben denn die Nachbargebäude davon, wenn die Fassade in einem langweiligen Grau-Beige-Ton daherkommt?“

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