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Aus der Stadt Hebammen kämpfen um Erhalt der Geburtsstation
Hannover Aus der Stadt Hebammen kämpfen um Erhalt der Geburtsstation
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22:39 30.10.2014
Von Veronika Thomas
Die Hebammen des Nordstadt-Klinikums wollen die geplante Schließung des Kreißsaals nicht hinnehmen. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Jagau ist auch Aufsichtsratsvorsitzender des Klinkums Region Hannover. Innerhalb von zwei Tagen haben schon 1006 Unterzeichner ihre Stimme online abgegeben, mindestens 5000 wollen die Hebammen sammeln. Parallel dazu hat sich eine Elterninitiative auf Facebook gegründet, die sich ebenfalls für den Erhalt der Entbindungsstation starkmacht. „Die Geburtshilfe und die Hebammenschule verfügen über eine jahrhundertealte Tradition. Bis heute engagiert sich das Team im Nordstadtkrankenhaus für individuelle Geburten, deren Tempo den Bedürfnissen der Frauen und Eltern angepasst ist“, sagt Hebamme Bianka Hermann-Wilkening.

Online-Petition

Hier finden sie den Link zur Petition zum Erhalt des Kreißsaals im Nordstadt Klinikum.

In den großen Geburtskliniken hingegen bleibe die abwartende und respektvolle Begleitung der Mütter während der Geburt mitunter auf der Strecke. Gerade in den kleineren Geburtskliniken wie im Nordstadtkrankenhaus - 891 Geburten 2013 - hätten die Entbindungsteams noch Zeit für eine liebevolle Unterstützung, sowohl während der Geburt als auch im Wochenbett.

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Babyrekorde in Frauenkliniken: In der MHH-Frauenklinik sind bei 2000 Geburten bis Ende Oktober bereits 2088 Kinder zur Welt gekommen. Im vergangenen Jahr registrierte die Klinik insgesamt 2066 Geburten mit 2147 Kindern. Einen ähnlichen Trend vermeldet die Frauenklinik von Friederikenstift und Henriettenstiftung. Mit 3200 Geburten in diesem Jahr gab es schon 83 Entbindungen mehr als im Vorjahr. 2013 wurden dort insgesamt 3750 Geburten betreut. Sowohl MHH als auch Friederikenstift und Henriettenstiftung rechnen in diesem Jahr mit einem weiteren Anstieg der Geburten in ihren Häusern.

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