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Aus der Stadt Das war der romantischste Moment beim Marathon
Hannover Aus der Stadt Das war der romantischste Moment beim Marathon
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17:19 09.04.2017
Von Frerk Schenker
Ein Heiratsantrag gleich hinter der Ziellinie: Norbert Fettback und Monika Merz.  Quelle: Wallmüller
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Hannover

Als Monika Merz um kurz nach 13 Uhr ihren Halbmarathon beendet hatte, war fast alles wie immer. In 1:43:08 Stunden war sie ziemlich schnell unterwegs gewesen. Der Lauf hatte ihr wieder einmal sichtlich Spaß gemacht. Und noch im Zielbereich wartete ihr Freund Norbert Fettback. Das hatten beide so abgesprochen – nicht aber, was danach kam. Fettback machte seiner sichtlich überraschten Lebensgefährtin wenige Meter hinter dem Zielstrich einen Heiratsantrag, den die 50-Jährige annahm. „Wobei ich ehrlich gesagt ein bisschen überfordert war“, gesteht Merz, die gerade erst 21,1 Kilometer hinter sich gebracht hatte. „Ich glaube, sie hat Ja gesagt“, erzählt Fettback mit einem Lachen.

Frisch verlobt: Monika Merz und Norbert Fettback. Quelle: Wallmüller

Mit dem Heiratsantrag beim Marathon schließt sich für die passionierten Läufer aus Hannover ein Kreis. Denn gefunkt hatte es zwischen den beiden vor sieben Jahren bei einem Marathonlauf. Eigentlich wollten damals beide mit der gemeinsamen Trainingsgruppe beim Wien-Marathon starten, da Merz aber verletzt war, versorgte sie ihre Trainingspartner vom Streckenrand aus. „Sie hat mir damals einen Energieriegel gereicht“, erinnert sich Fettback. Ein folgenreicher Energieschub: Der heute 63-Jährige lief 2010 nicht nur Marathon-Bestzeit (3:33), sondern ab sofort auch nicht mehr allein durchs Leben. Wobei: Seine zukünftige Ehefrau läuft ihm meist einen kleinen Schritt voraus. In Sachen Marathon-Hausrekord hat Merz mit 3:17 Stunden nämlich klar die Nase vorn.

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 Norbert Fettback und seine (da noch) Freundin Monika Merz haben für romantischsten Moment des Hannover Marathons gesorgt. Fettback machte seiner Partnerin gleich hinter der Ziellinie einen Heiratsantrag. Die 50-Jährige sagte Ja.

Eines hatte Fettback, der lange für die HAZ-Sportredaktion gearbeitet hat, am Sonntag allerdings nicht bedacht: Seine Monika trägt beim Laufen ihre Brille nicht - und konnte deshalb nur unscharf erkennen, was ihr Freund in den Händen hielt. „Den Ring muss ich mir zu Hause erstmal in Ruhe anschauen“, erzählt Merz.