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Aus der Stadt Heiße Ausstellung
Hannover Aus der Stadt Heiße Ausstellung
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21:52 10.10.2013
Von Tobias Morchner
Für das Winterhalbjahr haben die ehrenamtlichen Museumsmacher Feuerwehrhelme aus der ganzen Welt in den Mittelpunkt der Sammlung gerückt. Quelle: Michael Thomas
Hannover

Alfred Falkenberg arbeitet in einem Museum der Stadt, das von vielen Hannoveranern noch immer unterschätzt wird - zu Unrecht. Einmal pro Woche trifft sich der ehemalige Berufsbrandbekämpfer mit den übrigen sieben Kollegen, die sich um die Ausstellungen im Feuerwehrmuseum Hannover kümmern, und konzipiert mit ihnen neue Schauen. Für das Winterhalbjahr haben die ehrenamtlichen Museumsmacher Feuerwehrhelme aus der ganzen Welt in den Mittelpunkt der rund 1500 Exponate umfassenden Sammlung gerückt. Modelle aus Finnland, Japan, Amerika und vielen europäischen Ländern sind am Sonntag zwischen 9.30 und 12 Uhr zu sehen.

Die Sammlung der unterschiedlichen Helme ist im Lauf der Zeit nahezu von selbst auf rund 80 verschiedene Exemplare angewachsen. „Das haben wir unter anderem der Expo zu verdanken“, sagt Falkenberg. Zur Weltausstellung schickten Berufsfeuerwehren aus der ganzen Welt Delegationen nach Hannover, und die besuchten nicht nur das Expo-Gelände, sondern auch ihre Kollegen im Feuerwehrmuseum. Als Gastgeschenk brachten sie stets, wie es in diesen Kreisen üblich ist, einen Helm der jeweiligen Wehr mit.

Helme, Uniformen, Fotos: Die Sammlung des Feuerwehrmuseums in Hannover umfasst 1500 Exponate.Für das Winterhalbjahr haben die ehrenamtlichen Museumsmacher Feuerwehrhelme aus der ganzen Welt in den Mittelpunkt der Sammlung gerückt.

Doch nicht nur Feuerwehrhelme sind auf der 240 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche zu bewundern. Zu sehen ist unter anderem auch das Horn des letzten Türmers der Marktkirche, der bis zum Jahr 1907 nachts über die Stadt blickte, um die Bevölkerung gegebenenfalls vor den Flammen zu warnen. Ebenfalls ausgestellt ist ein Foto des ersten Automobillöschzugs der Welt, der 1902 selbstverständlich in Hannover in den Dienst gestellt wurde. „Das Fahrzeug fuhr lediglich 16 Stundenkilometer, und trotzdem wurde angeordnet, das dem Wagen stets ein Fahrrad vorausgeschickt werden sollte, um die Bevölkerung vor der technischen Neuerung zu warnen“, sagt Falkenberg.

Obwohl die Museumsmacher bereits viel über die lange Geschichte der Berufsfeuerwehr Hannover, die im Jahr 1880 gegründet wurde, wissen, werden sie bei ihren Recherchen immer wieder überrascht. „Wir dachten lange Zeit, dass die erste Brandschutzordnung für Hannover aus dem Jahr 1671 stammt, bis wir in den Archiven ein Dokument gefunden haben, das belegt, dass es bereits im Jahr 1370 Brandschutzbestimmungen für die Stadt gab“, sagt Alfred Falkenberg.

Das Feuerwehrmuseum ist im Winterhalbjahr an jedem zweiten Sonntag im Monat zwischen 9.30 und 12 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Das Museum befindet sich auf dem Gelände der Feuerwache 1, in der Feuerwehrstraße in der Nähe des Goethekreisels.

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