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Aus der Stadt Heizen treibt Hannovers Feinstaubwerte in die Höhe
Hannover Aus der Stadt Heizen treibt Hannovers Feinstaubwerte in die Höhe
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14:44 10.02.2010
Vor allem durch das vermehrte Heizen in den Wohnungen steigen die Messwerte für Feinstaub. Quelle: dpa

Der Winter treibt die Feinstaubwerte in die Höhe: Vor allem durch das vermehrte Heizen in den Wohnungen steigen die Messwerte, sagte die Sprecherin des Umweltministeriums, Jutta Kremer-Heye am Mittwoch in Hannover. Auch das Silvesterfeuerwerk trieb die Werte in die Höhe. Autoabgase tragen nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums dagegen nur zu rund 20 Prozent zur Feinstaubbelastung bei.

In der Landeshauptstadt Hannover wurde der Grenzwert bereits jetzt schon öfter überschritten als im kompletten Vorjahr. Spitzenreiter bei den Messungen in Niedersachsen war neben Hannover auch Göttingen. In beiden Städten wurde der zulässige Grenzwert in diesem Jahr bereits 16 Mal überschritten. Dagegen gab es im vergangenen Jahr in Hannover nur an 9 Tagen Überschreitungen, in Göttingen allerdings an 24 Tagen. Nach den Vorgaben der EU darf beim Feinstaub an 35 Tagen eines Jahres der zulässige Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten werden.

In der Statistik für Niedersachsen folgt die Stadt Burgdorf (Region Hannover) mit 13 Überschreitungen. An den Messstationen in Oldenburg, im Alten Land und in Salzgitter-Drütte wurden in diesem Jahr bisher jeweils 12 Überschreitungen gemessen, in Osnabrück, Braunschweig und an der Elbmündung 11. 10 Mal waren die Werte in Wolfsburg, im Wendland und in Barbis (Landkreis Osterode am Harz) überhöht.

Feinstaub kommt in Dieselruß, Baustaub, Reifenabrieb oder den Abgasen aus Industrie und Heizungen vor. Die Staubteile sind so klein, dass sie ungehindert in die Lunge gelangen. Dort können sie Entzündungen, Wucherungen, Asthma, Bronchitis oder Krebs auslösen und bestimmten Konzentrationen auch zum Herzinfarkt führen.

lni

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