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Aus der Stadt Helfer für neues Flüchtlingsheim gesucht
Hannover Aus der Stadt Helfer für neues Flüchtlingsheim gesucht
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19:01 09.01.2018
Die neue Unterkunft: Die Stahlcontainer gruppieren sich um einen begrünten Innenhof. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Etwa 50 Interessierte haben sich am Dienstag die neue Flüchtlingsunterkunft Rendsburger Straße (Lahe) angeschaut. Am Mittwoch soll die erste, siebenköpfige Familie einziehen, zwei weitere Familien folgen in wenigen tagen. Der Nachbarschaftskreis Lahe, der sich bereits um die Unterkunft am Laher Friedhof kümmert, wirbt dringend um Unterstützung. „Wir brauchen mehr Helfer, sonst schaffen wir das alles nicht“, sagt Hubertus Plenz.

Besucher werfen einen ersten Blick in die Unterkunft und ihre Ausstattung.

Viel haben die engagierten Bürger in der Unterkunft Laher Friedhof auf die Beine gestellt. Eine Fahrradwerkstatt, die im alten Pförtnerhäuschen provisorisch untergebracht ist, Kochkurse, Ämterbegleitung, Sprachhilfen. Aber erstens ist die Unterkunft am Friedhof mit nur 50 Bewohnern sehr klein, zweitens ist Lahe mit 1700 Einwohner insgesamt ein kleiner Stadtteil. Die neue Unterkunft wird bis zu 138 Bewohner aufnehmen. „Mit dem derzeitigen Kreis an Helfern können wir unsere Angebote kaum auf für die neue Unterkunft ausweiten“, sagt Plenz. Seine Hoffnung: Weil in der Rendsburger Straße überwiegend Familien untergebracht werden sollen und keine alleinreisenden jungen Männer wie am Friedhof, finden sich vielleicht weitere Ehrenamtliche, die bisher nicht mit angepackt haben. René Bergmann vom stadtweiten Unterstützerkreis macht Mut: „Auch wenn man es in der öffentlichen Diskussion derzeit nicht so wahrnimmt: Es gibt sehr viele Menschen, die helfen wollen.“

Harry Grunenberg ist Bürgermeister im Bezirk Bothfeld-Vahrenheide, zu dem Lahe gehört. „Für uns ist es die vierte Flüchtlingsunterkunft im Bezirk“, sagt er: „Wir haben mittlerweile Erfahrung darin, wie Ehrenamtliche zusammengebracht werden können.“ Er will zunächst etwas Zeit verstreichen lassen, dann werde der Bezirksrat voraussichtlich Mitte März in die Bothfelder St.-Nathanael-Gemeinde zu einem ersten Treffen Interessierter einladen. Die Vorlaufzeit sei nötig, sagt auch Laura Pollmer vom Team Unterbringung der Stadt: „Bitte geben Sie der Unterkunft und dem neuen Team etwas Zeit, es muss sich ersteinmal alles etwas einspielen.“ Besucher haben Fragen zu Schul-Plätzen für die kleinsten Bewohner und Sprachangeboten für die Älteren. Es werde für alles gesorgt, verspricht ein Mitarbeiter des Betreibers European Homecare.

Die Stadt will die Unterkunft zur Unterbringung von Familien nutzen, die direkt aus der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes kommen. Sozialarbeiter Moritz Kretzschmer zeigte am Dienstagabend den Besuchern das Areal, das mitten im Gewerbegebiet liegt. In einem zweigeschossigen Gebäudeblock sind ein Versammlungsraum, Büros für die Verwaltung und Sicherheitskräfte sowie Schulungsräume untergebracht. In drei dreistöckigen Containerkomplexen rund um einen grünen Innenhof finden 44 Drei- bis Fünfzimmerwohnungen Platz, ausgestattet jeweils mit Kochnische und Essbereich. Alles ist zweckmäßig eingerichtet, aber freundlich. „Viel mehr Platz hatte ich in meiner Studenten-WG auch nicht“, sagt Kretzschmer und lobt, dass die Stahlcontainer von innen teils mit Holz verkleidet sind: „Es wird alles ganz wohnlich.“ Und dank guter Fenster hört man auch die Geräusche der Autobahn kaum, die in Blickentfernung liegt.

Von Conrad von Meding

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