Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Henriettenstiftung bekommt Erweiterungsbau für 20 Millionen Euro
Hannover Aus der Stadt Henriettenstiftung bekommt Erweiterungsbau für 20 Millionen Euro
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:01 16.11.2010
Im Februar beginnen die Arbeiten für den sechsgeschossigen Neubau in der Südstadt. Unter anderem entstehen hier ein zentraler Operationsbereich und zwei Pflegestationen.
Im Februar beginnen die Arbeiten für den sechsgeschossigen Neubau in der Südstadt. Unter anderem entstehen hier ein zentraler Operationsbereich und zwei Pflegestationen. Quelle: HAZ
Anzeige

Das Diakoniekrankenhaus Henriettenstiftung expandiert am Standort Marienstraße: Schon im Februar 2011 beginnen die vorbereitenden Arbeiten für einen sechsgeschossigen Neubau mitten im idyllischen Klinikpark zwischen Sall- und Marienstraße. Etwa 20 Millionen Euro soll der Erweiterungsbau kosten, das Land Niedersachsen beteiligt sich daran mit 19,7 Millionen Euro und finanziert den Neubau damit geradezu komplett. Mit der Fertigstellung rechnet Michael Schmitt, kaufmännischer Geschäftsführer der Henriettenstiftung, für Ende 2013 bis Anfang 2014.

Auf einer Grundfläche von 8000 Quadratmetern entsteht ein zentraler Operationsbereich mit sechs OP-Sälen. Hinzukommen zwei hochmoderne Pflegestationen mit insgesamt 106 Betten und eine Ebene für die Betriebstechnik. Zusätzlich soll noch die Zentralsterilisation auf etwa 600 Quadratmetern untergebracht werden, die künftig auch das Diakoniekrankenhaus Friederikenstift versorgen soll. Hierfür sind weitere drei bis vier Millionen Euro Investitionskosten eingeplant.

„In der Marienstraße wird künftig die gesamte Notfall- und Akutversorgung der Neurologie und Chirurgie konzentriert, die zurzeit noch an zwei Standorten untergebracht ist“, sagte Utz Wewel, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Diakonische Dienste Hannover (DDH), unter deren Dach auch die Diakoniekrankenhäuser Anna-, Henrietten- und Friederikenstift zusammengefasst sind. Mit der Fertigstellung des Neubaus werden die zwei OP-Säle vom Standort Kirchrode in die City verlagert; auch der Operationssaal des zur DDH-Gruppe zählenden Lister Krankenhauses wird laut Krankenhausbedarfsplan in die Marienstraße verlegt. „Für die Henriettenstiftung ist der Neubau ein Meilenstein“, sagte Schmitt, „denn die OPs sind inzwischen 30 Jahre alt.“

Der Neubau kommt vor allem den Patienten zugute, deren Zimmer künftig im ruhigen Klinikpark liegen werden. Das neue Gebäude fügt sich laut DDH-Geschäftsführung harmonisch in das Parkgelände der Henriettenstiftung ein. Seine Höhe schließt sich an die bestehenden Traufhöhen der Nachbargebäude an. Das Material aus Glas und hellem Stein hebt sich von den umgebenden roten Ziegelbauten ab und soll das Bild der neuen Klinik unterstreichen. Über eine transparente Glasbrücke sollen Alt- und Neubau miteinander verbunden werden.

Veronika Thomas

Andreas Schinkel 16.11.2010
Tobias Morchner 16.11.2010