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Aus der Stadt Herrenhäuser Brauerei produziert ab Montag wieder
Hannover Aus der Stadt Herrenhäuser Brauerei produziert ab Montag wieder
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17:13 30.04.2010
Die Brauerei Herrenhausen hatte am vergangenen Montag die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Zahlungsunfähigkeit beantragt. Quelle: Rainer Dröse (Archiv)
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Bei der Sanierung der im vorläufigen Insolvenzverfahren steckenden Herrenhäuser Brauerei sind die Beteiligten am Freitag einen wichtigen Schritt vorangekommen. Die Brauerei wird von Montag an mit rund 60 Beschäftigten weiter produzieren. Eine Handvoll Mitarbeiter scheidet zum Teil aus eigenem Wunsch aus. Genug zu tun gibt es - die Auftragsbücher sind gut gefüllt.

Am Freitag hatte das Amtsgericht Hannover zunächst das Insolvenzverfahren gegen zwei Tochtergesellschaften der Brauerei eröffnet, die einen Großteil des Personals beschäftigen. Das Gericht hatte sich von einem Gutachten der Insovlvenzverwalterin Karina Schwarz überzeugen lassen, das Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung vorliegt.

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Das Verfahren gegen die beiden Töchter war Voraussetzung dafür, dass die Mitarbeiter dort kündigen und wieder in die eigentliche Brauereigesellschaft wechseln konnten, die selbst im vorläufigen Insolvenzverfahren steckt. Über diesen Modus hatten sich die Insolvenzverwalter, Arbeitnehmervertreter und Geschäftsführer Manfred Middendorff geeinigt. Er soll und will das Unternehmen weiter führen, muss sich derzeit aber von den Insolvenzverwaltern kontrollieren lassen. Der vorläufige Gläubigerausschuss hat ebenfalls zugestimmt. Die Belegschaft wurde am Nachmittag in einer Betriebsversammlung informiert. Ihr Wechsel zur Brauerei wird am 1. Mai vollzogen.

Herrenhäuser, seit mehr als 130 Jahren im Familienbesitz, war vor allem durch Altlasten aus Steuerschulden und einer unterfinanzierten Betriebsrentenkasse in die Bredouille geraten.

Bernd Haase

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