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Aus der Stadt Herrenhausen macht sich schick für Obama
Hannover Aus der Stadt Herrenhausen macht sich schick für Obama
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08:00 16.04.2016
Pflastern für Barack Obama in Herrenhausen. Quelle: Kutter
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Hannover

Der Weg wird für Autos zunächst mit einem Poller gesperrt, damit sie ihn nicht kaputt fahren. Nur für den eigens eingeflogenen Präsidenten-Cadillac mit dem Kennzeichen USA 1, genannt „The Beast“, wird der Poller am nächsten Sonntag kurzzeitig entfernt.

Vor dem Schloss in Herrenhausen wird für den Besuch von Barack Obama der Weg neu gepflastert.

Die Pflasterarbeiten waren offenbar schon länger geplant, müssen nun aber wegen des Präsidentenbesuchs unterbrochen werden. Überschüssiges Baumaterial, das für den zweiten Teil des Weges an der Außenmauer bis zur Herrenhäuser Straße schon bereitliegt, wird auf Kosten der Stadt abtransportiert und eingelagert. Eigentlich müssten sich die Pflastersteine im frisch gelegten Weg zum westlichen Tor des Ehrenhofs direkt vor dem Restaurant Schlossküche noch setzen, bevor sie final verfügt werden. Insofern ist alles jetzt etwas provisorisch – aber wenigstens sieht es schick aus, wenn der mächtigste Mann der Welt seinen Hannover-Besuch absolviert.

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Auch das Herrenhäuser Galeriegebäude wird derzeit am Sockel frisch gestrichen. In dem prunkvollen, mit Fresken verzierten Festsaal vom Ende des 17. Jahrhunderts wird Obama dem Vernehmen nach Teile seines Herrenhäuser Nachmittags verbringen, bevor er am Sonntagabend zur offiziellen Messeeröffnung ins Kongresszentrum fährt.

Inzwischen hat das Bundespresseamt die Informationen des HAZ-Berichts bestätigt, wonach Bundeskanzlerin Angela Merkel den amerikanischen Präsidenten am Sonntagabend nach der Messeeröffnung zu einem Abendessen einlädt, gemeinsam mit Wirtschaftsvertretern aus den USA und Deutschland. Die Gruppe wird sich aller Voraussicht nach im Schloss Herrenhausen zum Dinner treffen. Das Essen ist bis 22 Uhr angesetzt. Was auf der Speisekarte steht, will der Caterer, das Landhaus am See in Garbsen, nicht verraten.

Ein Rathausbesuch lässt sich im engen Terminplan Obamas nicht mehr unterbringen. Noch vor einer Woche hatte die Stadtspitze darauf gehofft, dass der Präsident doch noch am Trammplatz vorbeischaut. Dennoch will man alles daransetzen, dass sich der US-Präsident ins Goldene Buch der Stadt einträgt. Geplant ist, dass sich Obama dafür am späten Sonntagnachmittag im HCC einen Augenblick Zeit nimmt. Kurz nach dem obligatorischen Gruppenfoto und vor der offiziellen Zeremonie zur Messeeröffnung soll ihm das Goldene Buch vorgelegt werden.

Angesichts der intensiven Sicherheitsvorkehrungen rund um das HCC im Zooviertel bittet Oberbürgermeister Stefan Schostok schon jetzt um Verständnis. „Ich bitte alle Hannoveraner um Geduld. Der erste Besuch eines US-Präsidenten ist ein wichtiges Ereignis für Hannover.“ Der Zoo Hannover teilt mit, dass der Tierpark am Obama-Sonntag geöffnet habe – trotz Sperrzone im Zooviertel.

Von Conrad von Meding und Andreas Schinkel

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