Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Hier bekommt die City ein neues Gesicht
Hannover Aus der Stadt Hier bekommt die City ein neues Gesicht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:24 02.11.2014
Von Andreas Schinkel
Archivfoto: Die Busspur in der Mitte des Friedrichswalls ist mittlerweile zugunsten einer Grünfläche verschwunden, und die Arbeiten auf dem 
Trammplatz haben begonnen.
Die Busspur in der Mitte des Friedrichswalls ist mittlerweile zugunsten einer Grünfläche verschwunden, und die Arbeiten auf dem 
 Trammplatz haben begonnen. Quelle: Archivfoto
Anzeige
Hannover

Der Trammplatz wird umgestaltet und zugänglicher, das baufällige VHS-Gebäude wird saniert, das Ordnungsamt Mitte abgerissen, um Platz für Wohnhäuser zu schaffen, der Köbelinger Markt neu geordnet, die Leinstraße verändert - um nur ein paar Veränderungen zu nennen.

Bisher führt die südliche City ein Schattendasein. Die Ortsmarke „hinter der Markthalle“ hat einen ähnlich Beiklang wie „hinterm Bahnhof“. Stadtbesuchern bietet sich in der Tat ein trostloses Bild: ein Platz, der meist zugeparkt ist, das abweisende Gebäude des Ordnungsamtes, die eingerüstete Fassade der VHS und über allem aufragend das brutalistische Maritim Hotel.

Aber seit dem geglückten Verkauf des Maritim Hotels frohlocken die Bauexperten im Rathaus und in der Kommunalpolitik. Denn der neue Eigentümer des Hotelbaus will ab Juli kommenden Jahres das Gebäude komplett entkernen und sanieren. Zudem hat er sich mit der Stadtverwaltung darauf verständigt, einen Architektenwettbewerb auszuloben, um den besten Entwurf für eine neue Fassade zu finden. In dem Gebäude soll weiterhin ein Hotel betrieben werden, das jedoch keiner der großen Ketten angehört. Der Investor ist unterdessen noch nicht öffentlich bekannt. Nach Informationen der HAZ handelt es sich um vermögende Privatleute.

In der Ratspolitik wird jetzt diskutiert, welchen Einfluss der Umbau des Maritim Hotels auf die Pläne für das Areal hinter der Markthalle hat. „Wir müssen uns überlegen, wie wir die Rückseite des neuen Hotelgebäudes in die Gestaltung der Leinstraße einbeziehen“, sagt CDU-Baupolitiker Felix Blaschzyk. Dazu müsse es Gespräche zwischen der Bauverwaltung und dem Eigentümer geben. Der Ansicht ist auch sein Kollege von der FDP, Wilfried Engelke. „Nötig ist jetzt eine Gesamtbetrachtung des Quartiers“, sagt er. Dabei sei auch über den Sinn und Unsinn einer Tankstelle in der Innenstadt nachzudenken.

Der neue Eigentümer des Maritim Hotels will die Tankstelle auf der Rückseite des Gebäudes nicht antasten. Für die derzeitige Verkehrsplanung wird sie jedoch zum Problem. Eigentlich wünschen sich SPD und Grüne, die Leinstraße in eine verkehrsberuhigte Zone zu verwandeln und für den Durchgangsverkehr zu sperren. Das aber wäre das Aus für die Tankstelle, die dann nicht mehr von Tanklastzügen beliefert werden könnte. Rot-Grün fordert die Verwaltung auf, eine Lösung zu finden.

Bürgermeister Thomas Hermann (SPD), der sich als Baupolitiker eingehend mit der südlichen City beschäftigt hat, hält eine neue Gesamtschau für unnötig. „Der Umbau des Hotels ist für die Bebauung des Köbelinger Marktes nicht entscheidend“, sagt er. Beides könne parallel laufen. Beim Köbelinger Markt stehe man ohnehin am Anfang des Verfahrens. „Da wird es noch einen Architektenwettbewerb geben“, sagt Hermann.

Aus der Stadt Nach Besetzung der CDU–Geschäftsstelle - Juso zeigt CDU-Chef Dirk Toepffer an
Tobias Morchner 02.11.2014
Saskia Döhner 31.10.2014