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Aus der Stadt Hier investiert die Stadt in ihre Schulen
Hannover Aus der Stadt Hier investiert die Stadt in ihre Schulen
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20:37 04.07.2017
Einzug im Herbst: Für den Neubau von Mensa und Freizeiträumen an der Grundschule Tiefenriede sind 4,2 Millionen Euro einkalkuliert. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

Während die Schüler ihre Sommerferien genießen und faulenzen dürfen, sind die Bauarbeiter jetzt besonders gefragt. Die Stadt lässt zahlreiche Schulen und Kitas sanieren und umbauen. Viele Bauprojekte sind aber so aufwendig, dass die sechs Ferienwochen dafür nicht ausreichen.

Goetheschule

Die umfangreichsten Arbeiten laufen in der Goetheschule, die für insgesamt 34 Millionen Euro fünfzügig ausgebaut und saniert wird. Eingeschossige Gebäudeteile werden abgerissen, neu entstehen Dreifeld-Sporthalle, Oberstufentrakt und weitere Klassen. Damit das klappt, ziehen zum neuen Schuljahr alle rund 700 Schüler und ihre Lehrer aus dem Haupthaus der Schule als Gäste für rund zwei Jahre ins Gymnasium Limmer. Die mehrjährigen Arbeiten an der Goetheschule sollen voraussichtlich zum Schuljahr 2019/20 abgeschlossen sein.

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Gymnasium Limmer

Das neue Gymnasium Limmer war zum Start vor einem Jahr zunächst für die ersten Fünftklässler hergerichtet worden. Ab August kommt der zweite Jahrgang an die Schule, und das Gebäude soll komplett saniert sein, damit auch die Goetheschüler dort Platz finden. Die Stadt ist langfristiger Mieter.

Weitere Sanierungen: Das Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium kann nach der Sommerpause einen dreigeschossigen Neubau in Betrieb nehmen, der den sogenannten Schustertrakt aus den Fünfzigerjahren ersetzt. Der Anbau kostet rund 5,1 Millionen Euro. Das Hauptgebäude wird jetzt im dritten Bauabschnitt bis Ende 2018 grundlegend saniert. Dafür sind 6,45 Millionen Euro veranschlagt. Noch bis Oktober dauert voraussichtlich die Sanierung des Klassentrakts an der Wilhelm-Raabe-Schule für rund 2 Millionen Euro. Das Gymnasium bekommt dort auch einen Aufzug.

Neubauten

Die neue Grundschule Am Welfenplatz nutzt seit 2014 provisorisch Räume der alten Albrecht-Dürer-Förderschule. Parallel entstehen jetzt für rund 11,3 Millionen Euro ein neues Passivhaus-Gebäude sowie eine Sporthalle. Der Einzug ist bisher für Oktober 2018 geplant. 

Für rund 9,2 Millionen Euro werden auf zwei Grundstücken der Stadt im Rahmen eines ÖPP-Modells (öffentlich-private Partnerschaft) neue Kindertagesstätten errichtet. In Wettbergen ist eine Fünf-Gruppen-Kita geplant, in Vahrenheide wächst eine bestehende Kita durch den Neubau auf sechs Gruppen an. Beide Gebäude sollen im Sommer 2018 übergeben werden. Bei einer ÖPP kooperiert die öffentliche Hand zum Beispiel bei der Finanzierung von Bauvorhaben mit Privatunternehmen.

Ganztagsschulen

An sechs Schulen laufen Bauarbeiten für den Ganztagsbetrieb. Die Grundschule Alemannstraße bekommt zum August eine Mensa sowie Räume für das Nachmittagsangebot. Dafür werden 4,84 Millionen Euro investiert. 

An der Grundschule Lüneburger Damm laufen die Arbeiten an der Mensa. Außerdem sollen die Sanierung und der barrierefreie Ausbau bis zum Ende des Sommers abgeschlossen sein. Veranschlagt sind 4,31 Millionen Euro.

An der Grundschule Tegelweg sollen Restarbeiten am Anbau mit Mensa und Freizeitbereich im August abgeschlossen werden. Kostenpunkt: 2,77 Millionen Euro. 

Der Neubau, der die Grundschule Stammestraße erweitert, umfasst neben Pausenhalle, Foyer und Mensa auch Klassen- und Fachräume. Der Neubau ist voraussichtlich im August fertig, der Umbau im alten Gebäude im Oktober. Die Stadt kalkuliert mit 5,6  Millionen Euro.

Mensa und Freizeiträume für die Grundschule Tiefenriede sollen im Herbst fertiggestellt sein. Die Kosten liegen bei 4,2 Millionen Euro.

Kurt-Schumacher-Schule und Pestalozzischule müssen auf ihre neue Mensa noch länger warten. Als Zwischenlösung bekommen die beiden Schulen zum neuen Schuljahr eine provisorische Mensa, die zuvor an der IGS Mühlenberg gestanden hat. Sie soll rund vier Jahre lang ihren Dienst tun. Der Aufbau kostet rund 260.000 Euro.

Brandschutz: An 15 Schulen laufen außerdem Arbeiten zum Brandschutz und Ausbau der Rettungswege, deren Kosten sich grob auf rund 11  Millionen Euro summieren.

Von Bärbel Hilbig