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Aus der Stadt Hier macht der Zoo Hannover seine Inventur
Hannover Aus der Stadt Hier macht der Zoo Hannover seine Inventur
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00:15 15.01.2017
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Hannover

Bei den Eisbären ist es einfach: Zwei Tiere leben in dem Gehege in der Yukon Bay. Und auch die Löwen sind schnell gezählt – ebenfalls zwei. Das sieht jeder Besucher auf den ersten Blick. Schwerer haben es die Tierpfleger bei quirligeren Arten wie den Präriehunden oder den Vogelschwärmen im Urwaldhaus. Um alle Tiere erfassen zu können, brauchen sie Geduld und ein gutes Auge. Nach tagelanger Zählung steht nun aber fest: 1842 Tiere aus 177 Arten leben im Zoo Hannover.

Der Zoo Hannover hat seine jährliche Inventur gemacht. Wir zeigen die besten Bilder.

Der Zoo in Zahlen

  • 1,16 Millionen Besucher kamen im vergangenen Jahr in den Zoo Hannover. Das ist ein leichter Rückgang zu 2015. Dafür ist die Zahl der Jahreskarten gestiegen: 99 600 wurden verkauft. Damit besitzt etwa jeder zehnte Mensch in der Region eine.
  • 1842 Tiere aus 177 Arten leben momentan im Zoo. Die Zahl soll im Laufe des Jahres aber größer werden: Wenn der neue Themenpark Afi-Mountain im Sommer eröffnet wird, kommen zahlreiche Vögel hinzu.
  • 52 Jahre hat das älteste Tier auf dem Buckel: Schimpanse Max ist ein echter Senior.
  • 4,5 Meter ist Giraffenkuh Juli hoch. Damit ist sie das größte Tier im Zoo Hannover.
  • 2 neue Bewohner erwarten die Tierpfleger noch im Dschungelpalast: Die Elefanten bekommen noch mehr Babys.     

Wie jedes andere Unternehmen macht auch der Zoo einmal im Jahr eine große Inventur. Es wird gezählt, aber auch gemessen und gewogen – von der Antilope bis zum Zebra werden die Daten jedes Tieres notiert. Die Zahlen vergleichen die Mitarbeiter mit ihren Aufzeichnungen, die sie das ganze Jahr über sammeln. Denn jeden Morgen wird in den Gehegen nachgeschaut, ob alle noch da sind oder es überraschend Nachwuchs gegeben hat. „Mit den wissenschaftlichen Vergleichswerten aus dem Wiegen und Messen können wir auch überprüfen, wie sich die Tiere entwickelt haben“, sagt Zoo-Chef Andreas
Casdorff. Wie im vergangenen Jahr ist Elefantenbulle Nikolai wieder das Schwergewicht: 5,5 Tonnen bringt der Koloss auf die Waage. Dagegen sind die Blattschneider-Ameisen echte Winzlinge: Mit ihren rund 0,3 Zentimetern sind die Insekten die kleinsten Zoo-Bewohner. Die Ameisen haben die Tierpfleger übrigens nicht gezählt. Das ganze Volk wird als ein Tier notiert.

Im Vergleich zum Vorjahr fehlen 219 Tiere. Die Mitarbeiter haben sich aber nicht verzählt: Für den Bau der Themenwelt Afi-Mountain, die zum Beginn der Sommerferien eröffnet werden soll, wurden einige Vögel zwischenzeitlich an andere Zoos abgegeben. Im Laufe des Jahres soll die Zahl der Tiere wieder ansteigen.

Doch nicht nur die Entwicklung der Tiere bilanziert der Zoo einmal im Jahr. Auch die Besucherzahlen schauen sich Casdorff und seine Mitarbeiter zum Jahresbeginn genau an. 2016 waren es 1,16 Millionen. Das sind etwas weniger als im Jahr davor. Schuld daran sei vor allem auch das Wetter. „Das ist immer ein entscheidender Einflussfaktor“, sagt der Zoo-Chef. Wirtschaftlich gesehen sei das Jahr aber trotzdem nach Plan verlaufen, sodass man positiv in die Zukunft schaue. Auch, weil sich die Besucher die neuen Bewohner sicher nicht entgehen lassen wollen: Der Nachwuchs im Elefantengehege ist schließlich noch nicht komplett.

Von Isabell Rollenhagen

Heiko Randermann 15.01.2017
Volker Wiedersheim 12.01.2017