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Aus der Stadt „Hier sind richtige Supertalente“
Hannover Aus der Stadt „Hier sind richtige Supertalente“
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19:04 09.06.2014
Von Veronika Thomas
Das zwölfte Hip Hop Pfingstcamp im Haus der Jugend.
Das zwölfte Hip Hop Pfingstcamp im Haus der Jugend. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Die Hip-Hopper kamen vor allem beim Tanzen mächtig ins Schwitzen: Zwei Tage lang feierten rund 600 Jugendliche und junge Erwachsene das mittlerweile zwölfte „Hip Hop Pfingstcamp“ im Haus der Jugend. Veranstalter waren die hannoversche Hip Hop Community, die Stadt Hannover sowie mehrere Jugendzentren. Mit dabei waren Crews aus ganz Deutschland sowie Gruppen aus den Niederlanden, Polen, Algerien und Marokko.

600 Jugendliche aus Deutschland, Polen, Algerien, Marokko und weiteren Ländern trafen sich am Sonntag im Haus der Jugend zum Tanzen, Üben und Spaß haben.

Erstmals in diesem Jahr gab es einen Familientag mit lokalen Rap-Acts und Beatbox-Performances, bei dem ganz junge Hip-Hopper auch an Schnupperworkshops im Breakdance, Hip-Hop-Newstyle und Capoeira teilnehmen konnten. „Hier sind richtige Supertalente darunter, die jüngsten sind höchstens zehn Jahre alt, auch Mädchen“, urteilte Arzu Oskuoi, stellvertretende Vorsitzende der Hip Hop Community. „Dies ist eine der ganz wenigen Veranstaltungen bundesweit, auf der es noch traditionell und zugleich familiär zugeht“, sagte Prof. Eva Kimminich von der Universität Potsdam, die als Kulturwissenschaftlerin seit vielen Jahren über Hip-Hop forscht. Sie bewundert vor allem die Tänzer. „Das erfordert ein ganz hartes, jahrelanges Training“, sagte Kimminich über die „Kultur der Straße“.

Am Sonntag schließlich waren Tänzer und DJs ab dem frühen Nachmittag mit den Vorauswahlen für das große Finale konzentriert und schwitzend bei der Sache. Rap T, Engin, Crash und 2 Hype heizten Publkikum und Tänzern ein, als Juroren waren internationale Tänzerinnen und Tänzer im Einsatz. Im Wettbewerb um den King-of-all-Elements Contest siegte schließlich Mighty Mac Fluff aus Hamm. Wettbewerbe gab es in noch zahlreichen weiteren Disziplinen wie Mixstyle, Bonnie & Clyde, Newstyle, B-Boying und Experimental.

Wer keine Lust auf Tanz, DJing oder Beatboxing hatte, konnte sich an einer 15 Meter langen Graffitywand austoben, bestehend aus einem wetterfesten Material, das bis zum nächsten Pfingstcamp halten soll. „Es war wie immer multikulti und ganz friedlich“, bilanzierte der 73-jährige Helmut Werner, Vorsitzender der Hip Hop Community seit 2001.

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