Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Kirchrodes Dauerbaustelle ist endlich beendet
Hannover Aus der Stadt Kirchrodes Dauerbaustelle ist endlich beendet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 10.12.2016
Von Bernd Haase
„Der Hochbahnsteig ist ein Meilenstein zur Aufwertung des Kirchröder Zentrums“: Hauke Jagau (von links), Thomas Hermann, Wilhelm Lindenberg, Regine Kramarek, André Neiß und Oliver Brandt.
„Der Hochbahnsteig ist ein Meilenstein zur Aufwertung des Kirchröder Zentrums“: Hauke Jagau (von links), Thomas Hermann, Wilhelm Lindenberg, Regine Kramarek, André Neiß und Oliver Brandt. Quelle: Eberstein
Anzeige
Hannover

Der Andrang hatte seine Gründe. „Der Bau war teilweise eine Zumutung für viele Beteiligte“, konstatierte Regionspräsident Hauke Jagau und erntete beifälliges Nicken. Fast drei Jahre lang und damit eines länger als geplant hatte die Großbaustelle im beengten Raum die Nerven der Geschäftsleute, Anwohner und Autofahrer strapaziert. „Unser Ortszentrum war streckenweise lahmgelegt“, sagte ein Besucher.

Gesamtkosten höher als geplant

Was die Verzögerungen beim Bau verursacht hat, war gestern nicht mehr zu sehen. „Unterirdische Leitungen lagen nicht dort, wo sie laut Plänen hätten liegen sollen“, sagte Jagau. Die Stadtentwässerung musste Arbeiten teilweise neu ausschreiben, was erstens den Fortschritt hemmte und zweitens die Gesamtkosten um eine Million auf 8,4 Millionen Euro nach oben trieb. Die Baustelle hat die Geschäfte am Großen Hillen teilweise vom Kundenstrom abgeschnitten. „Wir haben ihnen in einigen Fällen Zuschüsse zur Betriebserhaltung gezahlt“, erklärte Stefan Harcke, Geschäftsführer der für die Arbeiten zuständigen Infrastrukturgesellschaft (Infra) der Region.

Immerhin: „Der Hochbahnsteig ist ein Meilenstein zur Aufwertung des Kirchröder Zentrums“, befand Hannovers Bürgermeister Thomas Hermann. Üstra-Chef André Neiß erinnerte daran, dass der Große Hillen seit knapp 120 Jahren Nahverkehrsstation ist – zunächst wurde er mit der Pferdebahn angefahren.

Linie 5 ist nun barrierefrei

Jetzt hat die Moderne in Form von Barrierefreiheit Einzug gehalten, was an dieser Stelle durchaus bemerkt werden wird. Im Einzugsbereich der Station liegen unter anderem das Vinzenzkrankenhaus und das Henriettenstift. 3000 Nutzer zählt die Üstra täglich am Großen Hillen. Mit ihm ist nun die gesamte Strecke der Linie 5 barrierefrei.

Das Ende der Bauarbeiten in Kirchrode ist damit noch nicht besiegelt. Anfang kommenden Jahres starten Gleisbauarbeiten um die Ecke in der Tiergartenstraße; auch der Straßenraum wird dann neu gestaltet. „Das wird das gesamte Jahr über andauern“, kündigt Harcke an. Wenn es denn dabei bleibt, werden es die Kirchröder zu schätzen wissen. Sie sind ja einiges gewohnt.

Conrad von Meding 09.12.2016
09.12.2016