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Aus der Stadt 1300 Männer suchten bisher Hilfe bei Pädophilie-Ambulanz
Hannover Aus der Stadt 1300 Männer suchten bisher Hilfe bei Pädophilie-Ambulanz
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13:49 14.03.2017
1300 Männer haben in den letzten fünf Jahren Kontakt zu der Ambulanz aufgenommen.
1300 Männer haben in den letzten fünf Jahren Kontakt zu der Ambulanz aufgenommen. Quelle: Archiv
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Hannover

Die Ambulanz für pädophile Männer an der Medizinische Hochschule Hannover (MHH) in Hannover hat auch fünf Jahre nach dem Start ungebrochen hohe Patientenzahlen. 750 der 1300 Männer stammten aus der Zielgruppe des Präventionsnetzwerkes "Kein Täter werden": Die Betroffenen müssen im Hinblick auf ihre pädophilen Neigungen ein Problembewusstsein haben und ohne gerichtlichen Druck therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Behandelt wurden bisher fast 250 Patienten. "Die weiterhin hohe Anzahl an Kontaktaufnahmen bestätigt die Notwendigkeit des Therapieangebots", sagte der Leiter der Ambulanz, Uwe Hartmann.

Ziel des Projektes ist es, Straftaten gegenüber Kindern wie sexuelle Übergriffe oder den Konsum von Kinderpornografie zu verhindern. Mit Psychotherapie und teilweise auch mit Medikamenten sollen die Männer dazu gebracht werden, ihre Neigung zu kontrollieren. Das Therapieangebot ist anonym, kostenlos und unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht. Untersuchungen zufolge gibt es bundesweit 250.000 Menschen mit einer "pädophilen Präferenzstörung", davon geschätzte 10.000 in Niedersachsen. Das Sozialministerium in Hannover fördert "Kein Täter werden". 

dpa

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