Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Holzfachmesse Ligna startet mit starkem Besuch
Hannover Aus der Stadt Holzfachmesse Ligna startet mit starkem Besuch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:32 14.05.2015
Hightech bei der Holzverarbeitung: Auf der Ligna sind modernste Maschinen in Betrieb. Quelle: Rainer Surrey
Hannover

Es war ein Auftakt nach Maß: Bilderbuchwetter und starker Betrieb auf dem Messegelände und in den Hallen. So startete am Montag die Holzfachmesse Ligna.

Auf der "Ligna" präsentieren mehr als 1.500 Unternehmen und Verbände in Hannover fünf Tage lang ihre neuesten Produkte der Forst- und Holzwirtschaft.

Die meisten der über 1560 Aussteller, die aus fast 50 Ländern zu ihrem weltweit wichtigsten Branchentreff angereist sind, zeigten sich bester Stimmung - sie rechnen fest mit einem Schub fürs Geschäft. Denn ihre Kunden in der Holz- und Möbelindustrie, aber auch im Handwerk sind in Investitionslaune.

Auf der Ligna finden die Besucher die Innovationen, mit denen Anbieter von Holzbauteilen oder ganzen Küchen noch flexibler auf Kundenwünsche reagieren können. Gleichzeitig sorgen neueste Technologien dafür, dass der Ressourcen- und Energieverbrauch in der Holzverarbeitung effizienter wird und Kosten gespart werden.

Die wohl unbestritten größte Attraktion steht in Halle 26: eine über 100 Meter lange Fertigungsstraße, mit der die Homag Group live auf der Ligna vorführt, wie „vernetzte Produktion“ funktioniert. „Vereinfacht ausgedrückt“, sagt Alexander Prokisch, Marketingchef des Unternehmens aus Schopfloch in Baden-Württemberg, „kommen die Spanplatten vorne rein, und hinten kommt das fertige Möbel raus.“ Und zwar so, wie es der Kunde auf der Website eines Herstellers selbst designt und online bestellt hat.

Möglich ist dies, weil alle am Produktionsprozess beteiligten Maschinenmodule miteinander kommunizieren, wie Prokisch erklärt. Dafür sorge ein Fertigungsleitsystem, das Planung, Produktion und Materialfluss verbinde und die Prozesse anhand der eingegebenen Daten steuere. „Damit haben wir einen großen Schritt in Richtung Industrie 4.0 gemacht“, sagt Prokisch.

Das Interesse an der Fertigungsstraße ist riesig. Menschentrauben verfolgen an dem mit über 6000 Quadratmetern größten Stand auf der Messe die Vorführung. Die Anlage, so wie sie auf der Ligna stehe, koste 2 Millionen Euro, sagt Prokisch. Dennoch glaubt die Homag Group, die sich mit einem Rekordumsatz von zuletzt 915 Millionen Euro und etwa 70 000 Kunden weltweit als „Weltmarkt- und Innovationsführer“ sieht, an einen Verkaufserfolg. Da die Anlage aus Modulen besteht, ließen sich Bauteile herausnehmen, was die Fertigungsstraße preislich günstiger macht, wie Prokisch sagt. Erste Geschäftskontakte bahnten sich bereits an. „Wir sind optimistisch.“

Vernetzte Produktion - das Thema zieht sich wie ein roter Faden durch die Messe. Die Firma Hundegger aus dem bayerischen Hawangen, nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei vollautomatischen Holzbearbeitungsmaschinen für den Holzhausbau, präsentiert in Halle 15 einen „Robot-Drive“. Dieser in den Produktionsprozess integrierte Roboter führt an einem Holzbauteil alle Fräs- und Bohrarbeiten aus, wie Vertriebsmanager Wolfgang Piatke erläutert. Gesteuert von einem Computer, in den alle Daten des Architekten etwa für ein Holzhaus einfließen, entstünden die fertigen Werkstücke. Kunden sind Zimmereien und Holzhaus-Firmen.

Mit einem neuen System der Holzbeschichtung ist das Schweizer Unternehmen IGP Pulvertechnik in Halle 16 zum ersten Mal auf der Ligna vertreten. Statt mit Nasslack „veredelt“ IGP per Computer Holzmöbel oder Küchenfassaden mit einer Schicht aus pulverförmigen Lacken. Zwischenschritte wie Grundierung und Schleifen entfielen. Das schone die Umwelt und spare Energie, sagt Vertriebsmanager Hartmut Daniel. Die Firma will sich mit dieser Innovation einen neuen Markt erschließen. Dafür sei die Ligna der beste Ort.

Von Carola Böse-Fischer

An vielen Gymnasien in Niedersachsen streiten Schüler und Lehrer seit fast zwei Jahren um den Klassenfahrtenboykott, an der Elsa-Brändström-Schule in der Südstadt fahren jetzt vom 13. bis 17. Juli drei sechste Klassen und eine achte mit Eltern als Begleitung weg.

Saskia Döhner 11.05.2015

Wer in den Bussen und Bahnen der Üstra beim Schwarzfahren erwischt wird, muss vom 1. Juli an 60 Euro statt bisher 40 Euro zahlen. Den Weg zum neuen sogenannten erhöhten Beförderungsentgeld hatte der Bundesrat am vergangenen Freitag endgültig frei gemacht.

Bernd Haase 14.05.2015

Nach einem Auffahrunfall von zwei Lastwagen am Montagmorgen hatte sich der Verkehr zwischen Wunstorf-Luthe und Wunstorf-Kolenfeld zeitweise auf bis zu sechzehn Kilometer gestaut. Die Lastwagenfahrer blieben bei dem Unfall unverletzt.

11.05.2015