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Aus der Stadt Hugendubel soll Kündigungen zurücknehmen
Hannover Aus der Stadt Hugendubel soll Kündigungen zurücknehmen
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00:17 21.09.2013
Von Mathias Klein
Hugendubel: „Alle Unternehmensprozesse am Standort Hannover auf den Prüfstand gestellt." Quelle: Michael Thomas
Hannover

Der Oberbürgermeisterkandidat der Grünen, Lothar Schlieckau, bezeichnete das Verhalten der Geschäftsführung als erschreckend. In einer Buchhandlung, die wegen ihrer Tradition für die Hannoveraner eine besondere Bedeutung habe, werde Personal auf die Straße gesetzt, um es durch Zeitarbeiter zu ersetzen - das könne nicht sein, meinte Schlieckau. Er forderte die Geschäftsführung auf, die Kündigungen zurückzunehmen und das Personal nach Tarif zu bezahlen. „Das wäre ein fairer Umgang“, sagte der Grünen-Politiker.

Aus Sicht der hannoverschen CDU-Bundestagsabgeordneten Rita Pawelski „agiert die Münchener Geschäftsführung von Hugendubel skandalös“. Auch sie forderte das Management auf, die Kündigungen zurückzunehmen. Zeitarbeit dürfe nicht zu Lohndumping oder zur Untergrabung bewährter Strukturen der Tarifpartnerschaft missbraucht werden, meinte sie.

Wie gestern berichtet berichtet, hat das Münchener Unternehmen neun Kassiererinnen der beiden hannoverschen Filialen in der Bahnhofstraße und in der Ernst-August-Galerie zum Jahresende gekündigt, um sie durch Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma zu ersetzen. Möglicherweise müssen sich die Mitarbeiter auf weitere unangenehme Überraschungen gefasst machen. Denn der für den Personalbereich zuständige Geschäftsführer Thomas Nitz hatte auf HAZ-Anfrage gesagt, dass „alle Unternehmensprozesse am Standort Hannover auf den Prüfstand“ gestellt würden. Hugendubel hatte im Jahr 2005 die hannoversche Traditionsbuchhandlung Schmorl und von Seefeld aus deren Insolvenz heraus übernommen. Das Münchener Unternehmen bildet mit dem Weltbild-Verlag der katholischen Kirche einen Handelsverbund.

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