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Aus der Stadt Wind und Wischmopp-Hockey
Hannover Aus der Stadt Wind und Wischmopp-Hockey
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00:15 28.08.2013
Von Bernd Haase
Wind in Hannover, aber die Frisur hält: Bundesministerin Ursula von der Leyen, Ideen-Expo-Bostschafterin Isabel Rother und Ministerpräsident Stephan Weil vergnügen sich am Siemens-Stand. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen blies der Wind ins Gesicht - nicht im übertragenen, sondern im wörtlichen Sinn. Passiert ist das am Sonnabendmittag am Stand des Siemens-Konzerns auf der Ideen-Expo in Halle 9 des Messegeländes. Die Christdemokratin betätigte eine Windmaschine und musste an Hand des Windstroms - faktisch eher ein Hauch - erraten, welche Windstärke vorlag. Sie lag fast richtig.

Die Ministerin hatte einige Minuten zuvor gemeinsam mit Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, Martin Kannegießer, Ehrenvorsitzender des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Detlef Wetzel, zweiter Vorsitzender der IG Metall, Volker Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der Ideen-Expo und den beiden Veranstaltungsbotschaftern Isabel Rother und Frederic Tausch die vierte Auflage der Technikschau für junge Menschen eröffnet. Durchs Programm führte gewohnt charmant und witzig Fernsehmoderator Ranga Yogeshwar, mittlerweile so etwas wie das Gesicht der Veranstaltung. „Ich habe hier Jungs gesehen, die Nagellack herstellen und sie gefragt, ob man mit so etwas Mädchen begeistern kann. Sie antworteten: Klar, mit Chemie fängt man sie“, erzählte er.

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Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Ursula von der Leyen (CDU) haben die Ideenexpo mit einem Rundgang eröffnet.

Damit hatte Yogeshwar eines der Hauptanliegen der rund zwölf Millionen Euro teuren Ideen-Expo umschrieben. Die rund 200 Aussteller wollen vor allem Mädchen für Technik- und Ingenieur­berufe erwärmen. „Hier liegen gerade für uns in der Industrie enorme Potenziale, wenn es darum geht, etwas gegen den Fachkräftemangel zu tun“, verdeutlichte Schmidt.

„Als ich heute morgen aufgestanden bin und an die Ideen-Expo gedacht habe, hatte ich sofort gute Laune“, sagte Ministerpräsident Weil. Als einen der wesentlichen Gründe für den Erfolg der Schau hatte er die Fröhlichkeit ausgemacht, die dort zu spüren sei. Man könne überlegen, ob die Halle 9 und das Außengelände überhaupt noch als Veranstaltungsfläche ausreichten oder ob man vergrößern müsse.

Die IdeenExpo entführt junge Menschen zum vierten Mal in die Welt der Naturwissenschaften und Technik.

Die Organisatoren hoffen wie vor zwei Jahren auf mehr als 300.000 Besucher. Die bisherigen Anmeldungszahlen stimmen optimistisch. „Sogar aus Bayern liegen welche vor, obwohl dort noch Schulferien sind“, berichtete Schmidt. Sprecherin Antje Tiede erklärte gestern, man bewege sich mit den Besucherzahlen der ersten beiden der insgesamt neun Veranstaltungstage auf demselben Niveau wie im Jahr 2011 und sei entsprechend „super zufrieden“. Weil die Ideen-Expo sich auch längst zu einer riesigen Ausbildungsplatzbörse entwickelt hat, gibt es erstmals den sogenannten Club Zukunft. Die Bundesagentur für Arbeit ist dort sehr präsent: Es gebe keine andere Fachmesse bundesweit, auf der man interessierten Nachwuchs in so massierter Form erreiche, begründet sie ihr Engagement.

Herzstück der Schau sind aber die 550 Mitmach-Exponate - getreu der von von der Leyen ausgegebenen Devise, wonach man den Nachwuchs nicht durch Büffeln in der Schule erreiche: „Erfahrungen und Experimente machen neugierig, das hat die Hirnforschung belegt.“

Wie man schlicht und einfach mit einer guten Idee und ohne viel technisches Tamtam Leute erreichen kann, bewies etwa das Gebäudereiniger-Handwerk. Es hatte ein Hockeyfeld aufgebaut - allerdings mussten die Spieler statt Schlägern Wischmopps in die Hand nehmen.


Fröhlicher Deutsch-Pop zum Feierabend

Wer den ganzen Tag eifrig forscht, hat sich abends eine ausgelassene Party verdient. Zum Auftakt der Ideen Expo gaben am Sonnabendabend Castingshow-Gewinnerin Stefanie Heinzmann und die Söhne Mannheims (Fotos) ein Konzert vor der Messehalle 9 und sorgten für gute Stimmung bei den rund 8000 Fans. Die Söhne kamen zwar ohne ihr prominentestes Mitglied Xavier Naidoo, dafür aber mit der aktuellen Single „One Love“.

Gelegenheit zum Mitsingen hatten auch die weniger eingefleischten Fans reichlich, etwa beim Radiohit „Und wenn ein Lied“. Am kommenden Wochenende geht die Party weiter: Freitagabend rocken die Elektro­punker von Deichkind die Bühne, am Sonnabend schaut Popsänger Taio Cruz vorbei.


Tanzende Stärke

Wissenschaft ganz anschaulich: Lisa, Aiste und Charlette aus Walsrode lassen sich am Sennheiser-Stand von Marvin Gatzke erklären, warum eine Mischung aus Wasser und gefärbter Maisstärke auf der Membran eines Lautsprechers bei bestimmten Schwingungsfrequenzen hart wird. Herausgefunden hatte das schon Isaac Newton.

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