Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Ideen-Expo in Hannover soll 300.000 Schüler anlocken
Hannover Aus der Stadt Ideen-Expo in Hannover soll 300.000 Schüler anlocken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:24 27.01.2011
Ministerpräsident David McAllister (Dritter von links), Wolfgang Weidemann (v.l.) und Volker Schmidt von der Ideen-Expo-Gesellschaft sowie Unternehmensvertreter Peter Tropschuh, Peter-Jürgen Schneider und Ulrich Förster geben das Startsignal für die nächste Technikschau.
Ministerpräsident David McAllister (Dritter von links), Wolfgang Weidemann (v.l.) und Volker Schmidt von der Ideen-Expo-Gesellschaft sowie Unternehmensvertreter Peter Tropschuh, Peter-Jürgen Schneider und Ulrich Förster geben das Startsignal für die nächste Technikschau. Quelle: Rainer Surrey
Anzeige

Es waren nicht einmal zwölf Stunden seit Eröffnung des Internet-Anmeldeforums für Schulen vergangen, da hatten sich am Donnerstag bereits die ersten 150 Klassen für den Besuch der Ideen-Expo 2011 in Hannover angemeldet. Auch in diesem Jahr erhalten Schulklassen wieder Fahrtkostenzuschüsse von drei Euro pro Teilnehmer – im Verbund des Großraumverkehrs ist die Anreise für angemeldete Klassen sogar komplett kostenlos, berichtete Ideen-Expo-Geschäftsführer Wolfgang Weidemann. Am Donnerstag präsentierte er mit seinem Aufsichtsratschef, NiedersachsenMetall-Hauptgeschäftsführer Volker Schmidt, mit Ministerpräsidenten David McAllister und mehreren Unternehmensvertretern das Programm der diesjährigen Technikschau auf dem Messegelände. Das „weltgrößte Klassenzimmer“ solle diesmal die Marke von 300.000 Besuchern knacken, sagte Schmidt – 2009 waren es 283.000. McAllister sprach von einer „Erfolgsgeschichte, die wir in der dritten Auflage fortsetzen wollen“. Vom 27. August bis 4. September steigt die neuntägige, durchgehend kostenlose Technikschau auf Hannovers Messegelände, bei der Unternehmen vor allem Schülern und Jugendlichen die Faszination von Naturwissenschaften und Technik nahebringen wollen, um dem drohenden Nachwuchsmangel zu begegnen.

VW wird den Prototypen seines neuen Superautos XL-1 bei der Ideen-Expo präsentieren, sagte Peter Tropschuh, Leiter der VW-Auto-Uni. Er war soeben erst mit McAllister von der weltweiten Präsentation des XL-1 in Katar zurückgekehrt. Im 125. Jahr des Automobils brauche der Fahrzeughersteller „gute Leute mit guten Ideen, die mit Begeisterung an unseren Produkten arbeiten“, daher werde das Unternehmen sich mit mehr als 50 Exponaten und einer Ausstellungsfläche von rund 1000 Quadratmetern präsentieren und „Umweltthemen, Fahrspaß und viel Technik zum Anfassen vermitteln“.

Grundsätzlich soll es nach den Ideen-Expos 2007 und 2009 auch beim dritten Mal den bewährten Mix aus Information und Diskussionen, Experimenten und Unterhaltung geben. Bekannte Moderatoren und Technikvermittler wie Ranga Yogeshwar haben ihr Kommen zugesagt. Morgens gibt es Schulprogramm, nachmittags ist für Familien und andere Besucher geöffnet, abends soll es ein zielgruppengerechtes Kulturprogramm geben. Workshops und Expertengespräche, Tüftelecken und Bereiche zum Staunen sollen sich allerorten finden. Stahlhersteller Salzgitter etwa werde die Originalsteuerung eines Großkrans installieren, an der sich die Besucher versuchen dürften, kündigte Personalvorstand Peter-Jürgen Schneider an. Wettbewerbe, Aktionen und Informationen auch zu Randthemen wie Stahldesign sollen am Stand angeboten werden.

Stolz sind die Veranstalter, dass Bundespräsident Christian Wulff bei der Eröffnungsveranstaltung sprechen will – er hatte unter dem Eindruck des Ideen-Parks von Thyssen-Krupp 2006 in Hannover für das Jahr 2007 die erste Ideen-Expo auf die Beine gestellt, damals noch mit Verbandsgeschäftsführer Dietrich Kröncke und dem damaligen Sennheiser-Chef Rolf Meyer in den Hauptrollen. Krönckes Nachfolger Schmidt räumte am Donnerstag ein, dass es nach zwei erfolgreichen Veranstaltungen deutlich einfacher geworden sei, Unterstützung in der Wirtschaft zu finden. Die Unternehmensverbände geben in diesem Jahr 1,8 Millionen Euro, rund 200 Unternehmen sollen derzeit Interesse an einer Beteiligung signalisiert haben. Der Kostenrahmen soll sich auf Vorgängerniveau bewegen – da waren es nach HAZ-Informationen rund zehn Millionen Euro. McAllister warb um weitere Firmen, die sich beteiligen könnten. Die Finanzierung stehe zwar noch nicht – aber sieben Monate vor Veranstaltungsstart gebe es keinen Zweifel, dass sie gelinge, sagte Schmidt.

Conrad von Meding