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Aus der Stadt Altin Lala soll fast 23.000 Euro Strafe zahlen
Hannover Aus der Stadt Altin Lala soll fast 23.000 Euro Strafe zahlen
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19:37 11.10.2017
Altin Lala (41) soll vor zwei Jahren einen Waffenschein gekauft haben, ohne die Prüfung abgelegt zu haben. Quelle: Surrey
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Hannover

Altin Lala, Ex-Fußballer von Hannover 96, muss sich wegen eines illegalen Waffenscheins verantworten und soll fast 23 000 Euro Strafe zahlen. Der 41-Jährige hatte die Waffenbesitzkarte von jenem Hamelner Schützenverein erworben, dessen Vorstandsmitglieder im Sommer vom Landgericht Hannover zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurde.

Lalas Verteidiger Fritz Willig bestätigt die Ermittlungen. „Er war mit Freunden dort und hat geschossen“, sagt der Anwalt. Lala erhielt einen Strafbefehl über 22 800 Euro wegen Bestechung. Würde der ehemalige Fußballer die Strafe akzeptieren, wäre er vorbestraft. Sein Anwalt Willig hat aber bereits Widerspruch eingelegt, „ich halte es nicht für schuldangemessen“.

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Generell stehe sein Mandant aber dazu, „dass er Mist gebaut hat“. Altin Lala sei vor zwei Jahren in Hameln gewesen und habe dort an Schießtrainings teilgenommen. Letztlich habe der 41-Jähriger für 300 Euro einen Waffenschein gekauft, ohne vorher die Prüfung abgelegt zu haben. Theoretisch hätte Lala damit eine großkalibrige Waffe kaufen können. „Er hat aber nie eine Waffe besessen“, sagt Willig.

Der Vorsitzende des Hamelner Schützenvereins war im Juli zu viereinhalb Jahren Haft wegen Bestechlichkeit verurteilt worden. Der Schütze hatte von 2013 bis 2016 insgesamt 37 Sachkundenachweise verkauft, die für den Erwerb einer behördlichen Waffenbesitzkarte notwendig sind. Pro Fall nahm der er zwischen 690 und 1561 Euro Schmiergeld. Zusammen mit dem Vereinschef verurteilte das Landgericht auch zwei weitere Vereinsmitglieder zu Bewährungsstrafen, darunter den ehemaligen Vorsitzenden.

„Mein Mandant ist da hineingeraten“, sagt Strafverteidiger Fritz Willig. Der Verein habe Altin Lala „arglos benutzt“ und mit ihm Werbung gemacht. Der Jurist strebt eine geringere Geldstrafe an. „Die Höhe ist nicht gerechtfertigt“, sagt Willig. Somit wird der Fall demnächst vor Gericht verhandelt werden.

pah