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Aus der Stadt „Bisschen Panikspirit in dieser geilen Hardrock-City“
Hannover Aus der Stadt „Bisschen Panikspirit in dieser geilen Hardrock-City“
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00:36 15.11.2014
Von Uwe Janssen
Zu Gast bei den „Roten“: Udo Lindenberg spielt im Sommer ein Stadionkonzert.
Zu Gast bei den „Roten“: Udo Lindenberg spielt im Sommer ein Stadionkonzert. Quelle: Rainer Dröse
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Hannover

Pressetermin mit Udo Lindenberg. Normalerweise: Tisch, Mikro, Glas Wasser, Moderator, Fragen, Antworten, Fotos, fertig. Nicht so bei Udo. Udo braucht keinen Tisch, kein Mikro, kein Glas Wasser. Udo braucht auch keinen Moderator. Udo braucht noch nicht mal Fragen. Er steht vor den Journalisten - Hut, Brille, Zigarre, rotes Poserjacket, Schlips auf halb sieben, enge Hose, Nietengürtel - und spricht. Und spricht. Und spricht. Eigentlich über sein Konzert am 10. Juli, unten in der HDI-Arena, die menschenleer durch die Scheibe des Presseraums zu sehen ist. In Hannover, in „dschumm ... Hardrock-City ... viele Konzerte gemacht ... im Laufe der letzten Jahrhunderte ... ewig dabei ... die Nachtigall ... die unkaputtbare ... Nachtigall ... seit 45 Jahren am Start ... bisschen Panikspirit in dieser geilen Hardrock-City.“ Zwei Wochen wird er sich in Hardrock-City mit seiner riesigen Crew auf dieses und weitere Konzerte der Tournee vorbereiten. Die Show ist aufwendig, mit Ufos, Raketen, einem „Fluggerät“, mit dem er durch das Stadion schweben kann - und einer der größten LED-Wände, die je im Einsatz waren. 100 Künstler und 300 Techniker sind dabei.

Im kommenden Juli spielt Udo Lindenberg ein Stadionkonzert in der HDI-Arena. Jetzt stellte er das Konzept dafür vor.

Alle im Saal haben permanent dieses leichte Grinsen auf dem Gesicht. Zum einen steht da vorne wirklich eine Rocklegende, zum anderen ein echt sympathischer Typ, der an dieser für andere lästigen Promotionsveranstaltung richtig Spaß hat und den auch zu vermitteln weiß. Die Zigarre dampft.

Er hat in diesem Jahr schon erste Stadionkonzerte gespielt, es ist neu für ihn, eigentlich sagt er, sei es ihm zu unpersönlich, aber mit diesem „Fluggerät“ könne er ganz nah auch bei den Leuten weiter hinten sein. „Tolle Leute am Start, mit Leidenschaft ... Maniacs ... Daniel Düsentrieb und so ... das will ich jetzt nur noch so machen.“ Gäste werden auf der Bühne sein. Sicher Clueso, der mit ihm das „Cello“ singen wird, und er wird nicht der einzige bleiben. Bei anderen Shows waren Jan Delay, Stefan Raab oder Otto Waalkes als Gäste auf der Bühne.

Zwischendurch gibt es sogar Musik. Ein paar Musiker sind mitgekommen, unter anderem Jean-Jacques Kravetz, mit dem Lindenberg schon ewig musiziert. Und plötzlich steht da auch ein Kinderchor, die „Kids on Stage“, alle als kleine Udos verkleidet. Udo singt mit ihnen „Ich mach mein Ding“. Das Gefühl haben alle im Saal.

Beim Fußball will er in der Vorbereitungszeit auf die Show auch dabei sein und „sehen, wie Hannover 96 die Champions League an den Start bringt ... Tayfun bringt ja guten Wind da rein ... Martin hat sein geiles Stadion gebaut ...Martin und ich sind sehr gut befreundet, auch schon lange ... Martin sagt immer ... in diesem fantastischen Stadion, Udo, da möcht ich gerne Paniksound haben ... und ich sag: Martin, ich sag, klar, machen wir, Hannover, geiles Stadion, geile Stadt, geile Region hier, und dann geht’s hier ab, ne?“

Angesprochener Martin Kind, gerade mal zwei Jahre älter als der Sänger, steht in Lederjacke und sichtlich gut gelaunt hinten links. Er hat ein Trikot vorbereitet, „Udo“ steht drauf und drunter die Nummer 96. Udo bedankt sich und sagt: „Falls mal ’n Bodo Ballermann fehlen sollte, Martin, Tayfun, Mannschaft und so - ich bin am Start.“ Der Mann kennt sich im Fußball besser aus als man denkt.

Tickets für die Show gibt es an allen HAZ-Ticketshops.

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