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Aus der Stadt Immer mehr Kunden melden Probleme mit e.on-Avacon
Hannover Aus der Stadt Immer mehr Kunden melden Probleme mit e.on-Avacon
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07:56 15.09.2011
Von Mathias Klein
Foto: Ein Schild mit dem Logo der e.on- Avacon steht in Helmstedt vor der Zentrale des Energieversorgers.
Immer mehr e.on-Avacon-Kunden berichten von ihren Problemen mit dem Energieversorger. Quelle: dpa
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Hannover

Nach der Berichterstattung über eine Rentnerin, die 128 Briefe mit identischem Inhalt von e.on-Avacon erhalten hat, melden sich immer mehr Kunden, die erhebliche Probleme mit dem Energielieferanten haben.

Für Petra und Andreas Bulitta aus Hemmingen-Arnum begannen die Schwierigkeiten vor knapp einem Jahr. Aus unerklärlichem Grund buchte der Energieversorger ab Oktober 2010 nicht mehr die monatlichen Abschlagszahlungen vom Konto der beiden ab. Es habe in der Folge viele Anrufe und Briefe gegeben, berichtet Andreas Bulitta. Vor einem Monat kam dann die Jahresabrechnung für das Jahr 2010 mit dem Fehlbetrag von 2600 Euro. „In Telefonaten hatte e.on-Avacon zugesichert, diesen Betrag auf keinen Fall auf einmal abzubuchen“, berichtet er. Aber das hat nicht funktioniert. Und es kam noch schlimmer: Das Unternehmen setzte die künftige monatliche Abschlagszahlung auf die stolze Summe von 2500 Euro fest. Familie Bulitta wohnt jedoch in einem normalen Eigenheim, bisher hatte die monatliche Zahlung für Strom und Gas 200 Euro betragen.

Umstellung des Abrechnungssystems als Ursache

Die Sprecherin von e.on-Avacon, Carolin Westermann, gestand die Fehler ihres Unternehmens ein. Dass die alten Abschläge nicht mehr abgebucht worden seien, hänge mit einem Fehler bei der Umstellung des Abrechnungssystems zusammen. Und dass sich das Unternehmen nicht an die eigentlich vereinbarte Ratenzahlung hielt, habe mit einer „falschen Einschätzung im Kundenservice“ zu tun. Für den verlangten Abschlag in Höhe von 2500 Euro pro Monat sei ebenfalls das Computersystem verantwortlich.

Auch Karen Groth und Patrick Eder plagen sich schon seit zweieinhalb Jahren mit dem Helmstedter Energieversorger herum. Das Paar aus Wunstorf bekommt regelmäßig Verträge und Mahnungen für ein Vertragskonto, dessen Stromzähler längst ausgebaut und abgeholt wurde. Zahllose Protestschreiben blieben ohne Erfolg, zuletzt schickte e.on-Avacon im August eine Mahnung. Rechnungsbetrag 65 Euro für einen Zähler, den es nicht gibt. e.on-Avacon-Sprecherin Westermann gestand auch in diesem Fall auf Anfrage der HAZ einen Fehler des Unternehmens ein. „Der Kunde hat in vollem Umfang Recht“, sagte sie. Ihr Unternehmen habe es mehrmals versäumt, das Anliegen des Kunden abschließend und befriedigend zu bearbeiten, sagte sie.