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Aus der Stadt Hannovers Gymnasien bekommen mehr Platz
Hannover Aus der Stadt Hannovers Gymnasien bekommen mehr Platz
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00:24 18.06.2015
Von Andreas Schinkel
Foto: Das Gymnasium in Herrenhausen soll in den kommenden Jahren für rund 30 Millionen Euro saniert und erweitert werden.
Das Gymnasium in Herrenhausen soll in den kommenden Jahren für rund 30 Millionen Euro saniert und erweitert werden. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Die Abschaffung des Turbo-Abiturs und die Rückkehr zur Reifeprüfung nach neun Jahren führt dazu, dass die Gymnasien Platz für zusätzliche Schüler schaffen müssen. „Bei uns ist es mehr als eng“, sagt Wilhelm Bredthauer, Leiter der Goetheschule.

Das Gymnasium in Herrenhausen soll in den kommenden Jahren für rund 30 Millionen Euro saniert und erweitert werden. Neben dem Neubau der IGS Mühlenberg mit einem Volumen von rund 60 Millionen Euro gehört der Umbau der Goetheschule zu den größten Schulbauprojekten Hannovers. Während in Mühlenberg die städtische Immobiliengesellschaft GBH verantwortlich war, nimmt die Stadt die Zügel nun selbst in die Hand. 1350 Schüler sollen künftig in der umgebauten Goetheschule am Franziusweg Platz finden, eine Steigerung um 200 Kinder. Erst im vergangenen Jahr ist ein Anbau für knapp fünf Millionen Euro fertig gestellt worden.

„Nur Fassade und Betonskelett werden noch stehen“

Derzeit arbeiten die Bauexperten der Stadt und das Architekturbüro Petersen Pörksen Partner aus Lübeck am Feinschliff der Pläne. Nach der Sommerpause soll das Umbauprojekt den Ratsgremien zur Abstimmung vorgelegt werden. „Wir rechnen damit, Ende 2016 oder Anfang 2017 mit den Bauarbeiten zu beginnen“, sagt der Schulleiter. Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) hat die Schüler bei der Feier zum 60-jährigen Bestehen der Goetheschule darauf vorbereitet, dass in ihren Klassenzimmern kaum ein Stein auf dem anderen bleibt. „Nur Fassade und Betonskelett werden noch stehen“, kündigte er an.

Nicht aus Gründen des Denkmalschutzes bleiben Teile des Baus aus den fünfziger Jahren erhalten. Es gehe vielmehr darum, sagt Schulleiter Bredthauer, sich Freiheiten beim Bau zu bewahren. Ein kompletter Neubau müsste nach den Vorgaben des Rates in Passivhausbauweise errichtet werden. Bei einer Sanierung könne darauf verzichtet werden. Gleichwohl werde man die energetischen Standards verbessern. „Zudem halten wir uns an die Abmessungen des Gebäudes und vermeiden dadurch Konflikte mit den Anwohnern“, sagt Bredthauer. Während die Schulaula in ihren Grundzügen bestehen bleibt, wird der Verwaltungstrakt komplett umgekrempelt. Die Schule bekommt eine neue Mensa und Pausenhalle. Der Klassentrakt auf der Westseite verdoppelt sich. Statt fünfzügig wird die neue Schule siebenzügig organisiert.

Unterricht auf der Baustelle

Vier bis fünf Jahre sind für den Umbau einkalkuliert. Ziel ist es, Schulklassen nicht in großem Stil auslagern zu müssen. Der Unterricht findet folglich ein paar Jahr auf einer Baustelle statt. Schulleiter Bredthauer ist zuversichtlich, dass sich die Belästigungen in Grenzen halten. „Zunächst wird angebaut, sodass neue Räume entstehen, in die wir ausweichen können“, sagt er. Zur Not könne die eine oder andere Klasse ein halbes Jahr in der Grundschule Auf dem Loh untergebracht werden. Dort gebe es noch Kapazitäten.

Der Umbau kommt auch Kindern zugute, die nicht das Herrenhäuser Gymnasium besuchen. Bereits nach den Sommerferien wird am Franziusweg eine Oberstufe für die IGS Stücken eingerichtet. Die Gesamtschule bildet zusammen mit der Goetheschule einen Verbund. „Die Goetheschule wird aber ein Gymnasium bleiben“, betont Bredthauer.

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