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Aus der Stadt Wird es auf dem Hochbahnsteig eng?
Hannover Aus der Stadt Wird es auf dem Hochbahnsteig eng?
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06:21 11.06.2014
Im Februar protestieren Bürger gegen den geplanten Bau der D-Linie. Quelle: Behrens
Hannover

Kurz vor der Stichwahl um die Regionspräsidentschaft am kommenden Sonntag flammt die Diskussion um den geplanten Hochbahnsteig für die D-Linie vor der Ernst-August-Galerie wieder auf. „Die Größe des Bahnsteigs ist immer wieder Thema von Gesprächen“, sagt ein Mitglied des Üstra-Aufsichtsrats. Im Gremium gibt es die Befürchtung, dass die Haltestelle nicht nur von Kunden der Ernst-August-Galerie, sondern auch von Fahrgästen der Deutschen Bahn benutzt werden und dass damit der Platz auf dem Bahnsteig knapp werden könnte. „Die wenigsten Bahnkunden werden an dem geplanten Endpunkt hinter dem Bahnhof aussteigen“, sagt ein Mitglied des Aufsichtsrates. „Dann wird es auf der Haltestelle vor der Galerie sehr eng.“

Kaum ein Thema bewegt Hannover so sehr wie die D-Linie. Seit Jahren diskutieren Politik, Verkehrsplaner und Üstra über den Ausbau der Stadtbahnlinien 10 und 17. Hier sehen Sie Visualisierungen, wie die neue D-Linie künftig fahren soll.

Der Hochbahnsteig ist in der Mitte der Kurt-Schumacher-Straße geplant. Er ist nach der bisherigen Planung vier Meter breit und 55 Meter lang. Damit wird der Hochbahnsteig zehn Meter länger als in den ursprünglichen Planungen vorgesehen – um mehr Platz zu schaffen. Stadtbahnen, die auf dieser Linie nur mit zwei Wagen rollen können, sind 45 Meter lang.

Die jetzige Diskussion entzündet sich an einem Vortrag aus dem vergangenen Dezember, den die Initiative Pro-D-Tunnel auf ihrer Internetseite veröffentlicht hat. Darin untersucht ein ungenannter Experte, wie viel Platz den einzelnen Fahrgästen auf dem Hochbahnsteig zur Verfügung steht. Im morgendlichen Berufsverkehr und an verkaufsoffenen Sonnabend komme es dann zum Gedränge, Fahrgäste würden gefährdet und behindert.

Die Initiative Pro-D-Tunnel übt zugleich Kritik an der Infra, die im Auftrag der Üstra für die Planung und den Bau der D-Linie verantwortlich ist. „Die bekannten Visualisierungen der Infra scheinen aus gutem Grunde klinisch sauber leer gefegte Straßen entlang der Strecke zu zeigen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Alltägliche Fahrgastmassen, Autos, Fahrräder, Busse und Passanten hätten „nämlich die Suggestion einer Problemlosigkeit nachhaltig visuell gestört“. Infra-Sprecher Jens Hauschke weist die Vorwürfe zurück. Natürlich könne es in Spitzenzeiten auf dem Bahnsteig eng werden. „Es wird aber nicht gefährlich werden.“ Bei der Infra werde derzeit alle zwei bis vier Wochen über das Bauprojekt in internen Sitzungen diskutiert. Dabei seien zahlreiche Experten gehört worden, alle befürworteten die derzeitigen Planungen.

Von Mathias Klein

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