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Aus der Stadt Interschutz wird eröffnet
Hannover Aus der Stadt Interschutz wird eröffnet
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06:29 08.06.2015
Von Tobias Morchner
Hinter dem Stand der Firma Dräger wird eine Gasexplosion simuliert. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Wenige Stunden vor dem Beginn der Interschutz, der weltgrößten Messe für Feuerwehr- und Katastrophenschutz, lag am Sonntagnachmittag noch eine Menge Baulärm über den Ausstellungshallen. Helfer schraubten Stände zusammen, rollten Fahrzeuge an ihren Standort und räumten Schränke mit Informationsmaterial ein. Knapp 1500 Aussteller aus rund 50 Ländern werden in dieser Woche ihre Produkte auf einer Fläche von insgesamt 106.000 Quadratmetern in Hannover präsentieren – so viele wie noch nie zuvor. Heute wird die Interschutz, die nur alle fünf Jahre stattfindet, von Bundesinnenminister Thomas de Maizière eröffnet. Die Messe AG erwartet in den nächsten fünf Tagen rund 12. 000 Besucher.

Auch am Stand des THW Ronnenberg wurde am Sonntag noch fleißig gezimmert. Die Helfer haben in der Messehalle einen Deich aus Holz und davor eine überflutete Landschaft samt sogenanntem Mehrzweckarbeitsboot aufgebaut. Sogar einige Schafe aus Bauschaum haben sie eigens für die Interschutz gebastelt. „Das haben wir über Pfingsten gemacht, denn zu einem Deich gehören unbedingt Schafe“, sagt Bianca Witt vom THW.

Heiß her geht es auf dem Außengelände am Stand der Firma Dräger. Sie hat einen neuen Übungscontainer mit nach Hannover gebracht, in dem zu Trainingszwecken für die Feuerwehrleute diverse Einsätze wie Zimmerbrand oder Gasexplosion simuliert werden können. Zweimal täglich, um 10.30 und 15 Uhr, demonstrieren Mitarbeiter am Stand die Vorzüge des neuen Containers.

Eine weite Reise hat Hans Frank Normolle für die Interschutz auf sich genommen. Aus Chicago hat der gebürtige Däne ein neuartiges Hebekissen des Herstellers Paratech mitgebracht. Es ist in der Lage, ein defektes und nicht mehr fahrtüchtiges Auto nach einem Unfall innerhalb von Sekunden durch Luftdruck um 66 Zentimeter anzuheben, sodass die Helfer besser und schneller handeln können.

Am Stand von VW Nutzfahrzeuge wird ein Stück Feuerwehrgeschichte erlebbar. Klaus Stiegler und sein Team präsentieren neben einem T 1 aus dem Jahr 1950, der noch bis vor Kurzem im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Wietze stand, auch die neueste Generation des Bulli, den T 6, dessen Einführung auf dem Markt erst noch bevorsteht. Die Firma One Seven stellt verschiedene Löschanlagen aus, die mit Druckluftschaum gegen Flammen vorgehen. Spezialisiert ist sie auf Autobahntunnel und Recyclinganlagen. Ihre Fähigkeiten waren aber auch beim Neubau des Klinikums Siloah gefragt. Das Unternehmen baute für das Krankenhaus eine Löschanlage für den Rettungshubschrauber. Neben den zahlreichen technischen Neuerungen hat die Interschutz aber auch viele handfeste Attraktionen parat.

Mehr als 100 Teilnehmer kämpfen während der Messe um den deutschen Meistertitel der Höhenretter. Das Finale ist für den Schlusstag der Messe, den 13. Juni, geplant. Dabei müssen insgesamt 15 Teams mit je sechs Rettern an vier verschiedenen Stationen schwierige Aufgaben bewältigen. Die genaue Aufgabenstellung wird bis zum Schluss geheim gehalten. Zudem suchen die Macher der Interschutz den härtesten Feuerwehrmann der Welt.

Dabei müssen die Wettkämpfer sich unter anderem im Schlauchziehen und beim Tunnellauf messen, müssen schwere Gewichte in den zweiten Stock eines Gebäudes tragen und am Schluss in voller Schutzkleidung die Treppen des 65-Meter-Turms auf dem Messegelände hinauf laufen.

Die Interschutz ist von Montag bis Sonnabend von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Das Tagesticket für Erwachsene kostet 19,80 Euro. Schüler und Studenten zahlen 12 Euro. Das Dauerticket für alle Tage kostet 45 Euro.

Weitere Informationen unter www.interschutz.de

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