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Aus der Stadt Investor kauft Galerie Luise und Podbi-Park
Hannover Aus der Stadt Investor kauft Galerie Luise und Podbi-Park
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00:20 30.05.2014
Von Bernd Haase
Die Galerie Luise wird von Accom Immobilien Holding (AIH) gekauft. Quelle: Nico Herzog
Hannover

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. „Mit Investitionen und Vermietungsmaßnahmen wollen wir die beiden Filetstücke Hannovers wieder aufpolieren“, sagt Constantin Sepmeier, Alleingesellschafter der AIH. Vor allem für den Podbi-Park kündigen sich damit bessere Zeiten an – die Passage als Teil der früheren Keksfabrik Bahlsen stand zuletzt unter Zwangsverwaltung. Die Galerie Luise gehörte einer luxemburgischen Fondsgesellschaft und wirkt gegenüber besseren Zeiten leicht angestaubt. Sepmeier will dort für rund fünf Millionen Euro vor allem die Gemeinschaftsflächen aufhübschen. Der gesamte Ausgangsbereich zur Joachimstraße gefällt ihm nicht. Die Galerie, in der neben 20 Geschäften auch Büros und Praxen zu finden sind, erwirtschaftet nach Angaben des Investors Gewinne. „Wir wollen sie aber noch stärker im Premium-Segment positionieren“, kündigt Sepmeier an. Geschehen soll dies über inhabergeführte Geschäfte mit hochwertigen Marken, über Veranstaltungen und verstärktes Marketing.

Problematischer gestaltete sich die Situation im Podbi-Park. Die Immobilie hat nach einer Insolvenz häufiger den Besitzer gewechselt und wurde 2007 vom Amtsgericht beschlagnahmt. Spätestens seitdem herrscht Investitionsstau, den auch der bisherige Besitzer, eine Berliner Immobilienfirma, nicht auflösen konnte.Die Accom dagegen hat schon mit ersten Verbesserungen begonnen und will insgesamt acht Millionen Euro in das Gebäude mit 35 000 Quadratmetern Büro- und Einzelhandelsfläche hinter historischen Mauern investieren. „Das Umfeld stimmt, aber der Mietermix sollte sich noch besser ergänzen“, sagt Sepmeier. Im Podbi-Park könne man keine Laufkundschaft erwarten, sondern müsse Zielpublikum anlocken. Mit welchem Konzept das geschehen soll, will der Investor bis zum Sommer erklären. „Wir sind derzeit noch in Verhandlungen, die Zeit brauchen – zaubern können wir leider nicht“, erklärt er. Gesichert sei aber, dass Bürgeramt und Bücherei bleiben.

Der Accom-Geschäftsführer schließt weitere Investitionen seiner Gesellschaft in Hannover nicht aus. „Es gibt hier einen sehr stabilen Mietmarkt, und die Stadt hat den Investorenhype seit 2008 nicht so mitgemacht wie andere“, sagt er. Die Gefahr einer Immobilienblase sehe er nicht. Der 42-Jährige Familienvater kennt sich an der Leine aus – seine Frau kommt aus Hannover, seine Schwiegereltern wohnen noch in der Stadt. Die Accom ist auf Geschäfts- und Büroimmobilienentwicklung in städtischen Lagen spezialisiert. Auf ein verstärktes Engagement in Hannover bereiten sich die Münchener vor, indem sie bereits eine Zweigniederlassung mit sechs Mitarbeitern gegründet haben. Später könnten es einmal 30 werden. Sie sitzt – natürlich – im Podbi-Park.

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