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Aus der Stadt Investor will das Steintor bebauen
Hannover Aus der Stadt Investor will das Steintor bebauen
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00:20 24.09.2014
Von Conrad von Meding
Zwei Gebäude mit Geschäften und Büros sollen den östlichsten Teil der Fußgängerzone am Steintor flankieren. Quelle: Jabusch und Schneider
Hannover

Ideen für die Bebauung der Fläche waren 2007 und 2010 schon mal im Gespräch, verschwanden dann aber in der Versenkung. Einerseits, weil sich damals kein Investor fand, andererseits, weil schnell Kritik daran laut wurde, dass auf innerstädtischen Plätzen zu viel neu gebaut werde. Denn auch auf dem Klagesmarkt, dem Marstall und dem Köbelinger Markt wird aktuell gebaut oder eine Bebauung vorbereitet.

Ein Stadtsprecher wollte die aktuellen Investorengespräche mit Hinweis auf Vertraulichkeit nicht bestätigen. „Von uns gibt es keine Stellungnahme“, hieß es nur. HAZ-Informationen zufolge sind die Verhandlungen relativ konkret.

Das Steintor gilt als exzellente Lage in der Innenstadt. Das Grundstück zwischen dem Schnellrestaurant McDonald’s und dem Rotlichtviertel ist westlicher Endpunkt der Fußgängerzone, dort finden zum Beispiel regelmäßig die Stoffmärkte, aber auch Kundgebungen statt. Der Standort hat eine U-Bahnstation und in wenigen Jahren voraussichtlich auch einen barrierefreien Hochbahnsteig für die oberirdische D-Linie. Nur die Parkplatzsituation gilt als problematisch, weil sich die meisten Parkhäuser im Bereich des Hauptbahnhofs konzentrieren.

Der Platz selbst ist in den achtziger Jahren vom Architekturbüro Storch Ehlers in seiner halbkreisförmigen Anlage gestaltet worden. Markanter Blickfang ist der Gänselieselbrunnen, der aber in Kürze auf den neu gestalteten Goseriedeplatz verlegt werden soll. Die Pläne für die Bebauung mit zwei bis zu 22 Meter hohen Gebäuden stammen aus einem städtebaulichen Ideenwettbewerb von 2008 anlässlich der Aufwertung der Langen Laube. Gewonnen hatte den Wettbewerb das Büro Jabusch und Schneider. Es handelte sich zwar zunächst um architektonische Skizzen - dass sie detailgetreu so ausgeführt werden, gilt als unwahrscheinlich -, der Rat hat aber 2008 bereits die Änderung des Bebauungsplans beschlossen. Das Verfahren ruht derzeit.

Die Bebauung an dem Ort gilt nach HAZ-Informationen in technischer Hinsicht als ausgesprochen schwierig, weil laut Baurecht unter den Neubauten die Möglichkeit für einen zusätzlichen U-Bahntunnel zum Hauptbahnhof freigehalten werden muss. Der Tunnelbau gilt zwar inzwischen als unfinanzierbar. Trotzdem würde er den Bau von Tiefgaragen weitgehend verhindern, und die Gebäude müssten als Fundament eine Art Betontisch haben, unter dem der U-Bahntunnel durchgegraben werden könnte - für den Fall, dass die unterirdische Trasse doch noch jemals Realität wird.

Wird der Platz bebaut, dann reduziert sich die für Veranstaltungen und Händler zur Verfügung stehende Fläche immens. Die Stadt allerdings hat wenige Meter weiter nördlich die ehemals eher verwahrloste Grünfläche an der Goseriede zu einem Stadtplatz umgebaut. Dort gab es in diesem Jahr bereits Wein-und Musikfeste und ein Beachrugby-Turnier. Möglicherweise wird die Fläche künftig öfter für Veranstaltungen herhalten müssen.

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