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Aus der Stadt Investorenpaar kauft Stadtteilzentrum
Hannover Aus der Stadt Investorenpaar kauft Stadtteilzentrum
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22:03 08.06.2015
Von Margret Jans-Lottmann
Den Traum vom Wohnen im Kirchturm? Ein Investor will dort Balkone einrichten.
Den Traum vom Wohnen im Kirchturm? Ein Investor will dort Balkone einrichten. Quelle: Margret Jans-Lottmann
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Hannover

Die Zukunft des Stadtteilzentrums im Gebäude der ehemaligen Athanasiuskirche ist gesichert. Ein hannoversches Investorenpaar will das sanierungsbedürftige Gebäude in der Südstadt kaufen.

Die bisherigen Nutzergruppen dürfen bleiben, zusätzlich soll es im alten Kirchenraum fünf kleine Mietwohnungen und fünf großen Maisonettewohnungen geben - zwei davon mit Balkon im Kirchturm. Der Kaufvertrag mit dem Kirchenvorstand ist nach Informationen der HAZ seit Freitag notariell beurkundet. Eine offizielle Bestätigung gab es Montag allerdings nicht.

In dem Vertrag sichern die Investoren Gert Meinhof und Dirk Felsmann zu, dass die Einrichtungen Haus der Religionen, Kulturbüro und Uhu-Theater dauerhaft in dem dreistöckigen Gebäude an der Böhmerstraße bleiben können. Voraussetzung für den Umbau ist aber, dass auch die Landeskirche dem Kaufvertrag zustimmt und die Stadt den Bebauungsplan ändert, der zurzeit nur Kirchengebäude vorsieht.

Wohnraum ist in der Südstadt begehrt. Für die Kirchenimmobilie hatten sich daher mehrere Investoren interessiert, von denen mindestens einer das Gebäude abreißen und einen Neubau errichten wollte. Der Bezirksrat Südstadt-Bult will das Gemeindezentrum und dessen Nutzung aber erhalten. Er kann dort über das Baurecht Veränderungen blockieren.

Weder wollten sich gestern Investor Dirk Felsmann noch Südstadtpastorin Anja Garbe zum Stand des Verfahrens äußern. Offenbar sehen die Pläne vor, im ersten Obergeschoss zur Böhmerstraße hin fünf 65 Quadratmeter große Mietwohnungen zu bauen. Für das zweite und dritte Geschoss sind fünf rund 130 Quadratmeter große Maisonettewohnungen vorgesehen, die ebenfalls vermietet werden sollen. Zwei davon sollen einen Zugang zum Kirchturm erhalten, wo Balkone eingerichtet werden können. Für die übrigen drei Maisonettewohnungen ist ein Balkon auf dem vorstehenden Sockelgeschoss vorgesehen. Eine weitere Wohnung ist dem Küster der Südstadtgemeinde vorbehalten.

Ist der Vertrag zwischen Kirche und Investor endgültig unter Dach und Fach, wird es mindestens zwei Jahre dauern, bis erste Umbauarbeiten beginnen. Sobald Politik und Verwaltung das Baurecht geschaffen hätten, wolle er den Bauantrag einreichen, kündigt Investor Felsmann gestern nur an.

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