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Aus der Stadt Ist das neue Hannover-Logo geklaut?
Hannover Aus der Stadt Ist das neue Hannover-Logo geklaut?
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21:23 05.10.2011
Links das neue Logo von Stadt und Region Hannover, rechts das der Partyreihe aus Linden.
Links das neue Logo von Stadt und Region Hannover, rechts das der Partyreihe aus Linden.
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Hannover

„Die Ähnlichkeit des Schriftzugs mit dem Logo für unsere Partyreihe ist schon verblüffend“, sagt er. In beiden Emblemen werden die Großbuchstaben eines Wortes übereinander gestapelt und Teile von Buchstaben abgeschnitten. „Maximal“ lautet der Titel der monatlichen Feten im Veranstaltungszentrum Faust, die Weber seit 2007 organisiert. Vor jeder Party lägen Hunderte von Flyern in den Kneipen der Stadt, auch habe man mal ein großes Banner an die Brücke zum Landtag gehängt. „Davon hat sich offenbar die Werbeagentur inspirieren lassen“, vermutet Weber.

Im hannoverschen Designbüro Dievision, das das Logo und die Werbekampagne für die Stadt entwarf, ist man sich keiner Schuld bewusst. „Wir haben das Party-Logo nicht kopiert“, betont Geschäftsführer Axel Kempen. Allerdings sehe der Schriftzug durchaus „verwandt“ aus, und das sei in der Tat ärgerlich. Selbstverständlich hätten seine Mitarbeiter zuvor die Embleme anderer Städte verglichen, um Ähnlichkeiten zu vermeiden. „Aber darüber hinaus auch andere Logos zu prüfen, wäre sehr aufwendig und teuer“, sagt er. Außerdem schätzt er die Verwechslungsgefahr gering ein. „Bei einem Knöllchen mit dem Hannover-Signum wird wohl niemand auf die Idee kommen, dass es sich auch um die Ankündigung einer Party handeln könnte“, sagt Kempen augenzwinkernd.

Rechtliche Konsequenzen drohen der Agentur indes nicht. „Unser Logo war ja nicht als Marke eingetragen, das wäre auch viel zu teuer gewesen“, sagt Weber. Man wolle keinen Streit vom Zaun brechen, erwarte aber zumindest, dass sich die Werber versöhnlich zeigen und Kontakt aufnehmen. Letztlich sei die Ähnlichkeit eine Auszeichnung für den Designstudenten Paul Spehr, der das „Maximal“-Logo damals entworfen hatte.

Tatsächlich will auch Dievision jeglichen Ärger vermeiden und zollt der gestalterischen Leistung der Partymacher Anerkennung. „Wir werden uns bei denen melden und ein paar Kisten Bier für die nächste Fete spendieren“, verspricht der Geschäftsführer.

Andreas Schinkel

Conrad von Meding 05.10.2011