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Aus der Stadt Jagau kritisiert zweitägigen Üstra-Streik
Hannover Aus der Stadt Jagau kritisiert zweitägigen Üstra-Streik
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00:15 27.03.2014
Von Bernd Haase
Am Dienstag und Mittwoch bleiben die Stadtbahnen in ihren Depots. Quelle: dpa / Archiv
Hannover

Regionspräsident Hauke Jagau betonte zwar, dass es legitim sei, das Streikrecht in Anspruch zu nehmen. „Ich würde mir jedoch etwas mehr Solidarität mit den Kunden des Nahverkehrs wünschen“, sagte Jagau, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Üstra ist. Mit dem Ausstand würden etwa Schüler und Berufstätige hart getroffen, die auf funktionierenden Bus- und Bahnverkehr besonders angewiesen seien. Der Regionspräsident appellierte an die Tarifparteien, auf unnötige Muskelspiele zu verzichten.

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Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok sagte, er hoffe, dass man schnell zu einer Lösung kommt: „Sie sollte den berechtigten Interessen der Beschäftigten gerecht werden, aber auch die Sorgen und Nöte der Kommunen wegen deren Finanzausstattung im Blick behalten.“ Setzten die Gewerkschaften ihre Forderungen durch, kämen auf die Stadt Hannover 16 Millionen Euro mehr pro Jahr an Personalausgaben zu. Die würden nicht mit neuen Schulden, sondern mit Streichungen an anderer Stelle im Etat kompensiert.

Die Gewerkschaften haben für Dienstag Tausende Mitglieder zu einer Großkundgebung in Hannover zusammengetrommelt. Detlef Ahting, Landesbezirksleiter von ver.di, sagte am Montag in Hannover, bei den bisherigen Verhandlungen habe es nur bei Randthemen Annäherungen gegeben. Zentrale Forderungen der Arbeitnehmer wie diejenigen nach einer sozialen Komponente bei Lohnerhöhungen oder der Übernahme von Auszubildenden seien davon nicht betroffen. „Deshalb bauen wir vor der nächsten Verhandlungsrunde Ende März noch einmal Druck auf“, erklärte er. Nach Informationen der HAZ rechnen beide Seiten mit einem Schlichtungsverfahren, bei dem Hannovers früherer Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg wieder Schlichter wäre. Streiks wären während der Schlichtung nicht möglich.

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