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Aus der Stadt Jagau setzt sich für Sozialmonatstickets ein
Hannover Aus der Stadt Jagau setzt sich für Sozialmonatstickets ein
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19:52 31.05.2013
Von Mathias Klein
Bereits vor einem Jahr hatte Jagau einen Sinneswandel bezüglich der Sozialtickets angekündigt. Quelle: Behrens
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Hannover

Jagau ist mit den Plänen einer Forderung aus Teilen der Politik und von Sozialverbänden nachgekommen. Bislang hatte die Verwaltung das Ansinnen mit Hinweis auf die schlechte finanzielle Lage der Region zurückgewiesen. Bereits vor einem Jahr hatte Jagau allerdings einen Sinneswandel angekündigt, weil sich die Kassenlage verbessert habe.

Bislang können Empfänger von Hartz IV nur rabattierte Tagesfahrscheine kaufen. Laut Vorschlag der Verwaltung soll eine Monatskarte demnächst für Bedürftige 34,10 Euro statt regulär 56,80 Euro für eine Tarifzone kosten. Der Preis für ein Sozialmonatsticket für drei Zonen betrüge 49,20 statt 82 Euro. Für das Ticket sollen die gleichen Regelungen gelten wie für die anderen Monatstickets: flexible Wahl des ersten Gültigkeitstages und die Mitnahmemöglichkeit für einen Erwachsenen und Kinder werktags ab 19 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen.

Die Verwaltung rechnet damit, dass rund 3100 Menschen das Angebot nutzen werden. Daraus ergibt sich ein jährlicher Zuschussbedarf aus der Regionskasse von rund 740.000 Euro. In der Region gibt es rund 130.000 Berechtigte für den Sozialtarif. Dazu gehören neben Hartz-IV-Empfängern unter anderem Asylbewerber. Rund 13.000 Menschen kaufen derzeit ermäßigte Einzelfahrscheine.

Die CDU hält die Pläne für „unverantwortlich“. Jetzt sei deutlich zu erkennen, dass das bisherige Sozialticket ein Flop gewesen sei, sagte Regionsfraktionschef Eberhard Wicke.

Frerk Schenker 30.04.2014
31.05.2013