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Aus der Stadt Jeder Zwanzigste leidet unter Depressionen
Hannover Aus der Stadt Jeder Zwanzigste leidet unter Depressionen
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00:31 06.03.2015
Von Felix Harbart
Mehr als jeder zwanzigste Berufstätige in Hannover nimmt Antidepressiva. Quelle: Julian Stratenschulte
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Hannover

Die Techniker Krankenkasse hat die Daten ihrer landesweit 405.000 Versicherten ausgewertet und kommt zu besorgniserregenden Ergebnissen.

Pillen gegen die Erkrankung nehmen in Hannover genau 5,76 Prozent der arbeitenden Bevölkerung – eine Krankschreibung ihretwegen haben aber nur 1,52 Prozent bisher erhalten. „Nicht jeder, der eine Depression hat, wird krankgeschrieben“, sagt Inken Holldorf, Leiterin der TK-Landesvertretung in Niedersachsen. „Deshalb haben wir zusätzlich die Antidepressiva-Verordnungen untersucht.“

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Wer aber beruflich wegen einer Depression ausfällt, tut das gewöhnlich sehr lange – im Fall der TK-Versicherten im Schnitt 64 Tage. Die Versicherung rechnet vor, dass in einem Unternehmen mit 250 Mitarbeitern demzufolge jedes Jahr vier Mitarbeiter zwei Monate wegen psychischer Probleme fehlen. Die meisten Fehlzeiten gibt es bei Beschäftigten in Callcentern sowie in der Altenpflege, in Erziehungs- und Sicherheitsberufen.

In Sachen Depressionen liegt Hannover also ziemlich genau auf Bundes- und Landestrend – obwohl die Landeshauptstädter laut einer anderen Studie angeblich besonders glücklich sind. Der „Glücksatlas 2013“ nämlich hatte ergeben, dass die Niedersachsen nach den Schleswig-Holsteinern und Hamburgern die zufriedensten Deutschen seien. Damals hatten Deutsche Post, Universität Freiburg und Institut für Demoskopie bundesweit ein hohes „Zufriedenheitsplateau“ ermittelt – und zwar umso höher, je weiter im Norden die Deutschen wohnen.

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