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Aus der Stadt Jeder zweite Fünftklässler geht aufs Gymnasium
Hannover Aus der Stadt Jeder zweite Fünftklässler geht aufs Gymnasium
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00:23 09.02.2015
Von Saskia Döhner
Rund 50 Prozent der Schüler wechseln nach der Grundschule auf das Gymnasium. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Bei Eltern in Hannover bleibt das Gymnasium die mit Abstand beliebteste Schulform. Wie die Stadt am Freitag auf Anfrage der HAZ bekanntgab, wurde fast jeder zweite der insgesamt 3895 Fünftklässler (49 Prozent) in diesem Schuljahr auf einem Gymnasium angemeldet. Der Anteil der Gesamtschüler liegt wie im Schuljahr 2013/14 unverändert bei 38 Prozent. 9 Prozent des fünften Jahrgang besuchen eine Realschule, im Vorjahr waren es 10 Prozent, der Anteil der Hauptschüler ist leicht gestiegen von 2 auf 3 Prozent. Rückläufig sind die Anmeldungen bei den Förderschulen, die Zahl liegt  nur noch bei einem Prozent (Vorjahr: zwei Prozent). Auch im Umland bleiben die Gymnasien mit gut 47 Prozent der Anmeldungen bei den Fünftklässlern die beliebteste Schulform, Realschulen liegen hier mit rund 23 Prozent sogar vor den Integrierten Gesamtschulen (IGS) mit knapp 20 Prozent.

Die Anmeldungen entsprechen durchweg auch den Laufbahnempfehlungen am Ende der Grundschulzeit. Fast jeder zweite Viertklässler in der Stadt hatte eine Gymnasialempfehlung erhalten, 35 Prozent eine Realschulempfehlung, während 16 Prozent nach Ansicht der Grundschullehrer besser eine Hauptschule besuchen sollten. Die Laufbahnempfehlungen dürfen nur Formen des gegliederten Schulwesens aufführen, also keine Gesamtschulen. Pädagogen beklagen dies seit Jahren. Die rot-grüne Landesregierung will die Laufbahnempfehlung abschaffen, stattdessen soll es mehrere Beratungsgespräche mit den Eltern geben. CDU-Bildungsexperte Kai Seefried hält dies für einen Fehler. Eltern werde eine Orientierungsgrundlage genommen.

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Landeszahlen sehen anders aus: Im Landesschnitt haben gut 42 Prozent der Eltern ihre Kinder auf einem Gymnasium angemeldet, wie das Kultusministerium gestern meldete – fast ebenso viele hatten die entsprechende Empfehlung. Rund 21 Prozent der Fünftklässler besuchen eine Oberschule, 15,8 Prozent eine Realschule und 15,2 eine IGS. Nur noch 4,7 Prozent gehen auf eine Hauptschule, obwohl der Anteil bei den Empfehlungen bei gut 20 Prozent liegt. Die Anmeldungen an Haupt- und Realschulen sind seit Langem rückläufig. „Immer mehr Eltern wünschen sich, den Bildungsgang ihrer Kinder möglichst lange offen zu halten“, sagte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD). Daher sei die geplante rechtliche Aufwertung der IGS der richtige Weg. Björn Försterling (FDP) forderte den Erhalt eines vielfältigen Bildungssystems.

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